Monitore: Fünf TFTs mit 30 Zoll-Diagonale auf dem Prüfstand

30-zollerSchreibtisch-Giganten mit einer Bildschirmdiagonalen bieten den Vorteil einer schier unbegrenzten Arbeitsfläche. Die Zeitschrift „Macwelt“ hat fünf Exemplare, die zwischen 1.200 und 2.500 Euro kosten, auf den Prüfstand gestellt. Testsieger wurde der Eizo SX3031W, dessen exzellente Bildqualität und Ergonomie die Tester überzeugen konnte. Knapp dahinter reiht sich der rund 700 Euro günstigere NEC MultiSync LCD 3090WQXI ein.

Dank einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten, rein rechnerisch also 101 dpi, lassen sich auf einem 30-Zöller gleich mehrere Programmfenster ohne Überlappung anordnen. Die riesige Arbeitsfläche erfordert allerdings auch ein entsprechendes technisches Equipment. Um die volle Grafikauflösung erzielen zu können, ist eine Dual-Link-Grafikkarte sowie ein spezielles DVI-Kabel notwendig. Keiner der Monitore unterstützt – dies nur am Rande – den von der neuen Apple-Generation bevorzugten DisplayPort-Anschluss, und für die Druckvorstufen sind die Bildschirme ebenfalls nicht geeignet – hier bieten NEC sowie Eizo spezielle Versionen an.

Trotzdem setzten sich die Monitore der beiden renommierten Hersteller an die Spitze des Feldes. Der NEC MultiSync LCD 3090WQXi erzielte in der Disziplin „Helligkeit“ den besten Wert, während der (in puncto Helligkeit übrigens kaum schlechtere) SX3031W den besten Kontrast bot (983,1:1). Der homogen ausgeleuchtete Monitor bietet außerdem eine praktische Weißpunkt- und Gamma-Einstellung, so dass sich bei der Kalibrierung eine „exzellente Farblinearität“ bei kaum Dynamikverlust einstellen lässt.

Der NEC wiederum punktete mit dem größten Farbraum. Die Abstände zu den anderen Testkandidaten seien jedoch nicht allzu groß, so „Macwelt“. Ein gravierender Nachteil des Gerätes ist allerdings sein hoher Strombedarf. Wer auf dieses Feature Wert legt, ist mit dem (deutlich teureren) Eizo-Monitor besser dran, der sich im Test als das energieeffizienteste Modell präsentierte.

Mit rund 1.800 Euro liegt der NEC allerdings wahrscheinlich immer noch weit über dem Budget der meisten Anwender. Für sie bietet LG Electronics mit dem Flatron W3000H ein „Einsteigermodell“ in die Welt der Schreibtischgiganten an, für das rund 1.200 Euro hinzublättern ist. Allerdings sei die Ausstattung des LG dem Preis entsprechend vergleichsweise mager – so besteht das OSD zum Beispiel nur aus einer Taste zur Helligkeitseinstellung.

Wer hingegen auf einem 30-Zöller auch Spielen will, muss sich mit akzeptablen, aber nicht herausragenden Reaktionszeiten abfinden. Das beste Bewegtbild bot der NEC, obwohl er nicht die schnellste Reaktionszeit erzielte – diese erreichte der Konkurrent von LG.

Den kompletten Test mit weiteren interessanten Details zu den fünf 30-Zöllern gibt es in der Ausgabe 11/2009 der „Macwelt“, die Testfazits in kompakter Plus-/Minus-Form wiederum hier auf Testberichte.de.

Autor: Wolfgang