Monitore: Die drei wichtigsten Anschlüsse

VGA, DVI und DMI: Hinter diesen Abkürzungen verbergen sich die drei wichtigsten Anschlüsse, über die ein PC-Monitor verfügen sollte, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein – sei es für den Anschluss des PCs/Notebooks, einer Spielekonsole, eines CD-/DVD- oder sogar eines Blu-ray-Players. Aber je nach Verwendungszweck ist es nicht unbedingt notwendig, ein Gerät mit allen drei Anschlüssen zu kaufen.

So reicht es etwa für einen reinen Büromonitor vollkommen aus, wenn er nur über eine VGA-Schnittstelle (D-Sub) verfügt. Über VGA (Video Graphics Array), lange Zeit maßgeblicher Standardanschluss für Displays, werden Bildsignale analog übertragen und müssen demnach im Monitor selbst erst wieder in digitale umgewandelt werden. Der dabei auftretende Qualitätsverlust spielt jedoch keine Rolle, wenn auf dem Bildschirm nur Office- und Internetanwendungen laufen. (Ausnahme: Bei einfachen PC-Systemen mit lediglich einer Onboard-Grafik neigt das Bild bei einer Einspeisung des Signals über VGA zum Flimmern.) Vorteil der Schnittstelle: Viele Monitore im Niedrigpreissegment beschränken sich auf einen analogen VGA-Eingang, sodass sich ein paar Euro einsparen lassen.

Ohne Qualitätsverlust hingegen wird das Bildsignal vom PC an den Monitor via DVI-Schnittstelle (Digital Visual Interface) gesendet. DVI gilt daher als aktueller Mindest-Standard und sollte immer dann vorhanden sein, wenn die Bildqualität im Vordergrund steht, etwa bei der Bildbearbeitung, aber auch bei Bewegtbildern. Außerdem ist die DVI-Schnittstelle meistens dazu in der Lage, kopiergeschützte Inhalte (HDCP) anzuzeigen.

Über HDMI (High Definition Multimedia Interface) schließlich werden zugleich Bild- und Tonsignale übertragen. Die Schnittstelle stellt außerdem hochauflösende Inhalte, etwa von einem Blu-ray-Player, einem HD-Camcorder oder einer Spielekonsole (Xbox, PS3), unkomprimiert und in bester Qualität problemlos dar. In einer Home-Theatre-PC-Umgebung („Heimkino“) sollte HDMI demnach die erste Wahl sein, zumal die Schnittstelle auch HDCP-fähig ist.

Tipp: Recht praktisch im Alltag ist ein Monitor mit mehreren Schnittstellen, darunter auch zwei derselben Art, also etwa HDMI. So kann das Display ohne lästiges Umstöpseln mit unterschiedlichen Rechnern gleichzeitig verbunden werden – etwa zusätzlich mit einem Notebook oder einer Spielekonsole. Der Aufpreis im Vergleich zu einer VGA-Grundausstattung fällt meistens nicht sehr hoch aus, die Mehrinvestition zahlt sich schnell in einem spürbaren Zugewinn an Komfort aus.

Autor: Wolfgang