Monitore: 1000 Euro Sparpotenzial? BenQ E2200HD gegen Eizo Flexscan HD2442W

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Eizo Flexscan HD2442W gegen BenQ E2200HDEin auf den ersten Blick ungleiches Duell hat die Zeitschrift „Videokamera objektiv“ veranstaltet, indem sie den HighEnd-Monitor Eizo Flexscan HD2442W gegen den BenQ E2200HD antreten ließ. Der mitunter um fast 1.000 Euro günstigere BenQ kann sich zwar – wenig überraschend – mit der Bildqualität des Eizo nicht wirklich messen. Doch zum Beispiel als Ergänzung zu einem Röhrenfernseher am Schnittplatz oder zur Schärfebeurteilung in Full-HD-Qualität beim HD-Schnitt kann der BenQ trotzdem getrost eingesetzt werden. Als Kauftipp empfiehlt die Zeitschrift jedoch den Eizo.

Bis zu 1.000 Euro oder darüber muss man für einen HighEnd-Monitor wie den Eizo Flexscan HD2442W hinblättern. Doch zur Zeit bieten sich gerade in den unteren Preisregionen vermehrt lukrative Alternativen an: Monitore mit dem korrekten Seitenverhältnis neuerer Videokameras von 16:9, die sowohl über einen DVI- als auch einen HDMI-Anschluss verfügen und sich deswegen auf dem Papier für HD-Schnitt empfehlen. Doch auf wieviel Qualität muss man beim Kauf einer dieser günstigen Monitore, aus denen „Videokamera objektiv“ den BenQ E220HD ausgewählt hat, verzichten?

Die Bildqualität des BenQ E2200HD, so stellte sich im Test heraus, sei auf jeden Fall „erstaunlich gut“ - doch die Blickwinkelabhängigkeit des TN-Panels muss natürlich mit einberechnet werden. Das heißt, der Anwender sollte ziemlich genau vor dem Bildschirm sitzen, denn von der Seite oder von unten betrachtet, waren besonders die Farben nicht stabil. Die Farbtemperatur liegt bei ergonomisch idealen 120 cd/m² bei 7.000K, wies jedoch einen leichten Grünstich auf. Im Standardmodus konnte der Monitor auch ohne Schwierigkeiten auf 6.500K bei 120 cd/m² eingestellt werden, wobei geringfügig ein Teil der sehr hellen Bildteile verloren ging. Auch die Zeichnung erreichte nicht Eizo-Niveau – doch wie gesagt: Unter Strich war die Qualität gut. Praxisfremd wiederum ist, dass die Wahl der Eingänge (VGA, DVI, HDMI) nur im Menü ausgewählt werden kann. Der 50Hz-Betrieb wiederum war über HDMI ebenfalls problemlos möglich. Lediglich die Bilderdaten vom BD-Playern können nicht in 24p dargestellt werden.

Der Eizo Flexscan HD2442W, die Weiterentwicklung des HD2441W, ist dagegen mit einem S-PVA-Panel ausgestattet, das mehr oder weniger Blickwinkel-stabil ist. Der Monitor bietet außerdem eine komfortable Umschaltung der Eingänge (VGA, DVI, zweimal HDMI) über eine Fernbedienung und kann – beziehungsweise muss, denn die Helligkeit ist ab Werk auf 380 cd/m² gesetzt – ausführlich eingestellt werden. Dabei blieb bei allen Veränderungen der Helligkeit die Graustufendarstellung absolut korrekt – ein deutliches Qualitätsmerkmal. Über DVI erwartet der Monitor vom PC ein 60HZ-Signal, über HDMI wird er als Video-Monitor betrieben. 1.920 x 1.080 Pixel wurden ohne Verzerrung und Neuberechnung nativ dargestellt, und die 24p-Wiedergabe vom BD-Player war ebenfalls problemlos möglich. Die Bildqualität schließlich war sowohl im PC- wie im Videobetrieb über jeden Zweifel erhaben und sehr gut. Wie schon sein Vorgänger HD2441W, so erhielt auch der HD2442W deshalb von „Videokamera objektiv“ die Auszeichnung „Kauftipp“.

Fazit: Wer Top-Qualität will oder benötigt, muss nach wie vor tief in die Tasche beziehungsweise, was gleichbedeutend ist, zum Eizo HD2442W greifen. Doch auch bei einem schmaleren Budget handelt man sich mit dem BenQ E2200HD keinen schlechten Monitor ein. Die Bildqualität passt – von kleineren Abstrichen abgesehen –, und über den HDMI-Anschluss können Schärfebeurteilungen in Full-HD-Qualität ohne größere Schwierigkeiten vorgenommen werden.

Die Testfazits finden Sie zum Nachlesen hier.

Autor: Wolfgang