Asus PB287Q 4K-Monitore bieten gerade bei Bildbearbeitung und 3D-Designanwendungen klare Vorteile (Bildquelle: asus.com)

Wie bewerten Testmagazine 4K-Monitore in ihren Testberichten?

Die Bildqualität ist bei fast allen Tests der Dreh- und Angelpunkt der Bewertung. Bei 4K-Monitoren ist zumindest die Bildschärfe so gut wie immer auf einem sehr hohen Niveau, was anderen Qualitätsaspekten mehr Gewicht verleiht. Die Panels sind meistens recht groß, weshalb eine ungleichmäßige Ausleuchtung umso mehr ins Auge fällt. Dies verleitet Tester oft zu Abwertungen.
Auch die Farbtreue wird in den Testlaboren geprüft. Diese ist bei 4K-Monitoren besonders wichtig, da gerade Bildbearbeiter und Fotografen von der höheren Auflösung profitieren und hohe Ansprüche an die Farbneutralität haben. Ebenfalls wichtig für Monitore mit dieser hohen Auflösung: die Anschlüsse. Für eine saubere Darstellung mit hoher Bildwiederholrate muss ein 4K-Monitor aktuelle digitale Grafikschnittstellen bieten. Auch Zusatzanschlüsse für USB-Geräte oder Kopfhörer werden von den Testredakteuren honoriert.

Die besten 4K-Monitore mit USB-Anschluss:

  1. Eizo ColorEdge CS2740
    Eizo ColorEdge CS2740
    • Sehr gut 1,2
  2. BenQ PhotoVue SW321C
    BenQ PhotoVue SW321C
    • Sehr gut 1,4
  3. BenQ PD3220U
    BenQ PD3220U
    • Gut 1,6

Warum selbst Top-4K-Monitore nicht unbedingt zum Gaming geeignet sind

Im Gaming-Bereich ist 4K bisher eher ein Thema für absolute Enthusiasten, was die Testmagazine aber nicht davon abhält, auch die Reaktionszeiten zu messen und ein Urteil über die Spieletauglichkeit des Geräts zu fällen. Problematisch ist dabei Folgendes: Dezidierte Gaming-Monitore haben einen klaren Fokus auf Schnelligkeit in Bezug auf Reaktionszeiten und Bildfrequenz. Dabei gelten 144 Hz als Standard unter den Gamern, da die erhöhte Bildfrequenz dafür sorgt, dass Bewegungen selbst in rasend schnellen Shootern stets absolut scharf und deutlich flüssiger sind als beispielsweise bei herkömmlichen 60-Hz-Modellen. Mittlerweile gibt es sogar Gaming-Bildschirme mit 165 oder sogar 240 Hz am Markt.

Da Sie die Vorteile eines 144-Hz-Panels nur dann ausnutzen können, wenn Ihr System stark genug ist, um im Spiel Ihrer Wahl konstant 144 Frames pro Sekunde darstellen zu können, liegt die Problematik auf der Hand. Die 4K-Auflösung erfordert bereits an sich sehr viel mehr Grafikressourcen beim Gaming. Muss die Grafikkarte dann noch 144 fps leisten, wird es meist kritisch. Dies ist der Grund, weshalb es kaum 144-Hz-Monitore mit der extrem hohen 4K-Auflösung am Markt gibt. Wenn Sie dennoch vorhaben, an einem 4K-Monitor zu zocken, dann sollten Sie mindestens über eine Grafikkarte der Oberklasse, idealerweise jedoch eine Highend-Grafikkarte besitzen. Letztlich bleibt dies eine Preisfrage, denn sowohl flotte 4K-Gaming-Monitore als auch Grafikkarten dieser Leistungsklasse sind bisweilen sehr teuer.

Als Konsolenspieler kommen derart flotte 4K-Bildschirme ohnehin nicht infrage. Denn sowohl Sonys Playstation 4 Pro als auch Microsofts Xbox One X, die beide für sich 4K-fähig sind, bieten eine maximale Bildrate von 60 Frames pro Sekunde – einige, meist grafisch sehr aufwendige Games zeigen sogar nur 30 fps. In diesem Fall könnten Sie die Vorteile eines 144-Hz-fähigen Monitors nicht nutzen.

Top 4K-Bildschirme mit hoher Reaktiongeschwindigkeit:

  1. Asus ProArt PQ22UC
    0,1 ms
    Asus ProArt PQ22UC
    • ohne Endnote
  2. Dell Alienware AW5520QF
    0,5 ms
    Dell Alienware AW5520QF
    • Gut 1,8
  3. Acer ConceptD CP3271KP
    1 ms
    Acer ConceptD CP3271KP
    • Gut 1,9

Was ist der Unterschied zwischen 4K und UHD?

In Hinblick auf Monitore sind 4K und UHD beinahe dasselbe. Beim üblichen 16:9-Formfaktor beträgt die Auflösung 3840 x 2160 Pixel. Diese Auflösung wird offiziell als UHD bezeichnet. Ein Monitor mit 21:9-Formfaktor und einer vergleichbaren Pixeldichte wie die UHD-Auflösung wäre dann ebenfalls ein 4K-Monitor.

Welche Anschlüsse muss mein PC oder Notebook für 4K haben?

Alte analoge Anschlüsse wie VGA und DVI sind nicht 4K-kompatibel. Man braucht also zwingend eine der Digitalschnittstellen wie HDMI, DisplayPort oder Thunderbolt. Bei älteren Notebooks und PCs sollte aber darauf geachtet wird, welche Version von HDMI und DisplayPort vorliegen, denn die Darstellung von 4K-Inhalten mit mehr als 30 Hz Bildwiederholrate ist nur mit HDMI ab Version 2.0 und DisplayPort ab Version 1.2 möglich. Mit älteren Versionen bleibt nur entweder die Reduktion der Auflösung auf QHD (2560 x 1440 Pixel) oder der Wechsel auf 30 Hz, was gerade beim Umgang mit der Maus auf viele Nutzer einen trägen Eindruck macht und den Bedienkomfort mindert.