24-Zoll-Monitore: Vielseitige Standardgröße

Samsung Curved 24 Zoll Ein gekrümmtes Panel hat bei 24 Zoll keinen Mehrnutzen und ist eher ein Designkniff. (Bildquelle: amazon.de)

24 Zoll entsprechen einer Diagonale von knapp 60 cm. Diese Größe stellt einen guten Kompromiss aus Platzbedarf und Blickkomfort dar. Kein Wunder also, dass 24 Zoll derzeit noch der beliebteste Formfaktor ist. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht sowie diverse Hinweise, die vor der Kaufentscheidung für einen 24-Zöller hilfreich sein können.

Wie werden 24-Zoll-Monitore in Tests bewertet?

Da 24 Zoll die derzeitige Standardgröße für Monitore darstellt, orientieren sich die Testkriterien vieler Magazine an eben jener Produktgruppe. Wenig überraschend liegt der Fokus immer auf der Bildqualität. Ein guter Monitor muss eine hohe Leuchtkraft haben, ein scharfes und klares Bild liefern und gleichmäßig ausgeleuchtet sein. Zudem müssen die Farben und Kontraste kräftig, aber nicht unnatürlich wirken - und das idealerweise bereits in den Werkseinstellungen. Die Kombination aus Auflösung, Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe wird in der Regel in einer Bildqualitäts-Note zusammengefasst.

Wenn es sich um Büromonitore handelt, rückt die Ergonomie weiter in den Vordergrund. Vor allem das Fehlen eines höhenverstellbaren Standfußes kann hier das Test-Urteil negativ beeinflussen.

Bei Gaming-Monitoren steht die Spieletauglichkeit fast auf einer Ebene mit der Bildqualität. Spielemonitore sollten möglichst kurze Reaktionszeiten sowie hohe maximale Wiederholraten bieten. Die Reaktionszeiten sind bei Gaming-Monitoren allerdings fast durchweg auf einem sehr guten Niveau, weshalb der Vergleich der geringen Unterschiede eher akademisch als praktisch ist.

Die 24-Zoll-Monitore mit der höchsten Bildschärfe

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 LG 24UD58-B
2 Acer Predator XB241YU (UM.QX1EE.001)
3 Medion Akoya P55840

Wie weit sollte man von einem 24-Zoll-Monitor entfernt sitzen?

Der minimale Sitzabstand sollte immer etwas größer ausfallen als die Bildschirmdiagonale des Monitors. Bei einem 24-Zoll-Monitor entspräche dies also einem Minimalwert von rund 70 cm. Aus dieser Entfernung ist der gesamte Bildschirminhalt ohne Wenden des Kopfes erfassbar und auch Full-HD-Auflösung wirkt noch angenehm scharf. Nutzen Sie ein Multi-Monitor-Setup mit mehreren 24-Zöllern, sollte der Abstand aber etwas höher ausfallen. Wir empfehlen rund 90 cm.

Welche Auflösung sollte ein 24-Zoll-Monitor haben?

Der schon rund ein Jahrzehnt gängige Standard für Monitor- und Fernseher-Auflösungen ist Full HD (1.920 x 1.080 Pixel). Während der Klassiker unter den Auflösungen bei Großformatbildschirmen langsam aber sicher aus der Mode kommt, ist Full HD für 24 Zoll immer noch ein guter Wert. Das Bild ist scharf und wenn Sie nahe genug am Monitor sitzen, lassen sich auch noch zwei Programme komfortabel auf dem Bildschirm unterbringen und benutzen. Deshalb bieten Hersteller wie AOC und BenQ im 24-Zoll-Segment weiterhin vor allem Full-HD-Monitore feil. Im Vergleich zu 4K/UHD (3.840 x 2.160 Pixel) und QHD (2.560 x 1.440 Pixel) haben Grafikkarten bei Full HD leichtes Spiel. Die meisten Einsteiger- und Mittelklassegrafikkarten sind vor allem für das Gaming in dieser Auflösung konzipiert.

Welche Paneltechnik sollte man wählen?

BenQ BL2420PT 24 Zoll 24-Zöller fürs Büro wie der BenQ BL2420PT lassen sich auch hochkant nutzen. (Bildquelle: amazon.de).

24-Zöller sind mit allen drei gängigen Paneltechnologien erhältlich.

IPS findet sich momentan in den häufigsten Modellen. Die Technik steht für hohe Kontraste, kräftige Farben und eine hohe Blickwinkelstabilität. So kann auch bei schräger Draufsicht noch alles gut erkannt werden. IPS-Panels sind in der Regel schnell genug für Spiele, wenn auch nicht so flott wie TN-Panels. Zu den Schwächen von IPS-Displays gehört eine oftmals geringe Bildhomogenität. Gerade in den unteren Ecken zeigen viele IPS-Monitore Lichthöfe, die mal mehr, mal weniger auffällig sind.

TN-Panels sind der Klassiker bei den Flachbildmonitoren. Sie sind einerseits in besonders günstigen Modellen verbaut, andererseits aber auch in teureren Gaming-Monitoren immer mal wieder zu finden. Die große Stärke von TN liegt in der rasanten Reaktionsgeschwindigkeit. Auch hinsichtlich der Leuchtkraft sind TN-Panels oftmals der Konkurrenz überlegen. Das Nachsehen haben TN-Monitore aber weiterhin bei der Farbwiedergabe, auch wenn die Hersteller hier in letzter Zeit gute Fortschritte machen.

VA-Panels stehen vor allem für korrekte Farbdarstellung. Im Direktvergleich mit IPS-Monitoren wirkt das Bild oft weniger kontraststark, aber immer noch recht intensiv. Sie sind vor allem für Bild- und Videobearbeiter interessant. Gaming-Monitore mit Curved-Krümmung setzen auch verstärkt auf VA-Panels. Die Reaktionszeiten sind etwa auf dem Niveau von IPS: Nicht superschnell, aber für die meisten Spieler mehr als ausreichend.

Welche Anschlüsse sollte der 24-Zoll-Monitor haben?

Wenn Sie vorhaben, auch ältere PCs, Beamer, Notebooks und Co. an den 24-Zöller anzuschließen, ist ein VGA- oder DVI-Anschluss hilfreich. Diese beiden alten Standards sind oftmals bei Büromonitoren noch vorhanden. Ist die anzuschließende Hardware halbwegs aktuell, ist HDMI ausreichend. HDMI ist auch für die Tonwiedergabe zuständig, weshalb weitere Kabel für die Lautsprecher entfallen. Eine gute Alternative ist DisplayPort, der vor allem an Desktop-PCs und Notebooks zu finden ist.

Viele 24-Zoll-Bildschirme bieten zudem zusätzliche Anschlüsse wie ein USB-Hub, mit dem Sie zum Beispiel Mobilgeräte aufladen können. Wenn Sie externe Lautsprecher benutzen, sollte der Monitor möglichst einen Klinkenanschluss bieten.

Autor: Gregor L.