AMD AM3-Sockel AMD AM3-Sockel

Als direkter Nachfolger des AMD-Sockels AM2+ erfolgte bereits im Jahre 2009 die Einführung des AM3-Sockels, der inzwischen durch die Plus-Version ergänzt wurde. Optisch unterscheiden sich die beiden durch die Farbgebung. So ist der AM3 vollkommen weiß, während sein Nachfolger komplett in Schwarz angeboten wird. Als Anwender kann man aus einer sehr reichhaltigen Prozessorpalette auswählen und entsprechend dem eigenen Bedarf für relativ kleines Geld einen AMD-Computer aufbauen.

Passende Prozessoren

Mit der Einführung des AM3-Sockels erfolgte auch eine Aufwertung bei den Prozessoren, die ab sofort einen Speichercontroller für DDR3-Speichermodule besaßen. So lassen sich die Arbeitsspeicher mit einem Takt von 1.333 MHz im Dual-Channel-Betrieb einsetzen und einen deutlichen Performance-Gewinn gegenüber den DDR2-Modulen verbuchen. Bei Prozessorauswahl kann man sich zwischen zwei, vier und sechs Kernen entscheiden. Je nach Leistungsklasse und Kernzahl unterscheiden sich die CPUs stark im Stromverbrauch. Während die dicken Sechskerner mit einer satten TDP (Thermal Design Power) von 125/140 Watt angegeben sind, findet man nur wenige Modelle mit 95 Watt. Als Stromsparer wurden der Phenom II X4 910e und die beiden Phenom X2 560/565 mit 65 und 80 Watt. Egal für welche Stromstärke man sich entscheidet, sollte man unbedingt einen hochwertigen Kühler für die CPU nachrüsten. Die mitgelieferten AMD-Kühler sind einerseits zu schwach ausgelegt und andererseits viel zu laut. Auch wenn die Fertigung der Prozessoren im 45-Nanometer-Prozess erfolgte, während Intel bereits erfolgreich seine 32er Sandy Bridges auf den Markt brachte, ist die Anschaffung eines Phenom X6 oder X4 noch immer angesagt, wenn gute Multimedia-Leistungen erwartet werden.

Mainboard-Kauf

Beim Kauf eines Mainboards mit AM3-Sockel steht eine riesige Auswahl bereit, die mit unterschiedlichen AMD-Chipsätzen besetzt sind. Generell gilt jedoch, dass man bei den AMD-Mainboards deutlich mehr Ausstattung für weniger Geld geboten bekommt, als bei den Intel-Vertretern. Voll ausgestattete Motherboards mit USB 3.0, PCI-Express mit 16 Datenbahnen und acht SATA-Ports sind da keine Seltenheit, wenn man nur um 70 oder 80 EUR ausgeben möchte. Hier stehen sich die Mainboard-Hersteller in nichts nach und werben auch für ihre Deluxe-Versionen, die selten mehr als 100 EUR kosten. Übertakter müssen auch nicht auf gute Kühlsysteme und digitale Stromversorgung verzichten. AMD bietet eine Vielzahl an Chipsätzen an, die mit der Bezeichnung 770 oder 870 beginnen und eine relativ gute Ausstattung zu bieten haben.

Empfehlung

Sicherlich erreicht man mit einer AMD AM3-Ausstattung nicht das Niveau eines Intel Core i7, jedoch muss man bei Weitem nicht so viel Geld hinblättern und bekommt unterm Strich die Möglichkeit, einen relativ starken Computer aufzubauen, der den Ansprüchen gerecht werden kann.