Outdoor-Notebooks: Geprüft nach Militärstandards

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Dell Latitude 14 Rugged Outdoor-Notebooks sind voll auf Robustheit ausgelegt und deshalb entsprechend massiv konstruiert. (Bildquelle: dell.com)

Wie werden Outdoor-Notebooks getestet?

Outdoor-Notebooks findet man auf Baustellen oder bei Einsätzen von Polizei und Feuerwehr. Stilbildende Charakteristika sind das kompakte Format sowie ein wasserfestes und verstärktes Gehäuse, das in puncto Stabilität Militärstandards erfüllen muss. Da sie vor allem für solche Spezialfälle konzipiert sind, finden Outdoor-Notebooks nur selten ihren Weg in die Testredaktionen. Wenn eine Testredaktion ein solches Notebook in die Hände bekommt, werden die üblichen Testkriterien zwar geprüft, sind für das Urteil aber nicht entscheidend. Viel mehr wird stattdessen ein Praxistest gemacht.

Dabei müssen einige wichtige Fragen geklärt werden: Wie lang hält der Akku durch? Wie gut ist das Display bei Sonne im Freien ablesbar? Wie robust ist das Gehäuse? Wie gut lassen sich die Eingabegeräte mit Handschuhen bedienen?

Die teils enorm teuren Geräte werden nur selten hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses bewertet sondern die das endgültige Urteil ist eher davon abhängig, wie gut das Gerät seine Spezialaufgabe in der Praxis erfüllt.

Was macht ein Outdoor-Notebook aus?

Der Markt für Outdoor-Notebooks ist überschaubar und wird weitgehend von Panasonic und Dell abgedeckt. Fast alle Modelle haben Displays der Größe 10,1 bis 13,3 Zoll an Bord und sind entsprechend kompakt. Verglichen mit regulären Noteboks bringen sie allerdings deutlich mehr Gewicht auf die Waage, in erster Linie aufgrund der stattlichen Bauhöhe (ab 4 cm) und des Materials sowie der meist genutzten Spezialverstärkungen.

Meist besteht das Gehäuse aus Magnesium oder Aluminium, zudem werden Ecken, Anschlüsse und Öffnungen von Gummikappen abgedichtet. Militärische Prüfstandards stellen sicher, ob die Notebooks die Strapazen im Außeneinsatzes aushält. Sie müssen Stürze aus Schreibtischhöhe überstehen, wasser- und staubdicht sein, bei extremen Temperaturen funktionsfähig bleiben sowie eine Festplatten-Absicherung bieten, etwa in Form eines Gel- oder Gummibetts. Und: Neben den „Fully Ruggedized“-Notebooks gibt es sogenannte „Semi-Ruggedized“-Modelle. Sie erfüllen die genannten Robustheit-Standards nur zum Teil und sind dafür dünner, leichter und günstiger.

Was für eine Ausstattung bieten Outdoor-Notebooks?

Zur Ausstattung zählen Maustasten aus Gummi, ein festes Tastaturbett sowie eine Keyboardbeleuchtung mit regelbarer Helligkeit. Zudem sitzt der Akku oft hinten und das DVD-Laufwerk ist auszieh- bzw. ersetzbar, etwa durch eine zweite Festplatte oder SSD. Das Display ist zumindest bei den Topmodellen matt und hell, sodass Schriftzeichen auch bei starker Sonne erkennbar bleiben. Pflicht sind ferner stabile Blickwinkel und lange Akkulaufzeiten (10 Stunden). Abgerundet wird das Paket von einem Anschlussbereich samt USB 3.0 oder besser, HDMI, DisplayPort und eSATA, einer Dockingstation, idealerweise einer flotten SSD und einer schnellen CPU. Die Grafik ist dagegen weniger wichtig, einige Spezialmodelle nutzen jedoch Chips aus dem Businessbereich, etwa wenn Visualisierungen anstehen.

Autor: Stefan