Lenovo Office-Notebooks: Gute Büro-Hardware für jede Preisklasse

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Wie schneiden die Office-Notebooks von Lenovo im Test ab?

Lenovo ThinkPad L380 Nicht sexy, aber robust und bekannt für seine guten Eingabegeräte: Lenovos L-Klasse. (Lenovo ThinkPad L380, Bildquelle: lenovo.com)

Die Office-Notebooks von Lenovo sind für ihr sehr traditionelles Design bekannt, dass sich seit vielen Jahren konstant hält – insbesondere bei den einfacheren Einsteigermodellen. Die Geräte sind eher robust konstruiert und besitzen daher ein weniger leichtgewichtiges Aussehen. Doch genau das schätzen viele Kunden an den Geräten, die daher die grobe Behandlung im Büroalltag gut ertragen. Im Inneren bieten die Lenovos dagegen wie vom Hersteller gewohnt ein überraschend vielseitiges Hardware-Leben: Der Nutzer kann aus einer Vielzahl von verfügbaren Chipsätzen, Displaytypen, Speichergrößen und sonstigen Ausstattungsmerkmalen individuell sein Gerät beim Kauf zusammenstellen. Im Test sollte der Fokus daher eher auf den Konstanten einer Serie liegen: Bei der Verarbeitung, den Eingabegeräten wie Tastatur und Touchpad sowie den verbauten Schnittstellen oder auch dem Wartungszugang.

In dieser Hinsicht erhalten die Lenovos gemischte Noten. Während die Eingabegeräte teilweise als die besten am Markt gelten, wird nicht selten der Geiz bei der Schnittstellenausstattung kritisiert. Moderne Schnittstellen setzen sich vergleichsweise langsam durch und generell ist die Anzahl im Vergleich zur Konkurrenz oft niedriger. Besser sieht es bei den teuren Business-Notebooks aus, die eben in jeder Hinsicht einen Tick drauflegen. Der Übergang zwischen beiden Gattungen ist aber fließend und wird von Lenovo selbst innerhalb von Modellreihen vollzogen. Der wesentliche Unterschied zwischen einfachen Office- und teureren Business-Modellen sind vor allem Extras wie Fingerabdruckscanner, Smart-Card-Schlitze oder Dockingstationen – daran können Sie am ehesten noch die generelle Ausstattungsqualität eines Lenovo-Notebooks festmachen.

Da die Lenovos eine so breite Konfigurierbarkeit erlauben, ist davon abgesehen ein Urteil über eine ganze Modellreihe schwierig. Zwei Fakten ziehen sich dann aber doch durch, unabhängig von der jeweiligen Kombination der Bauteile. So sind insbesondere in den preiswerten E- und L-Baureihen die verbauten Displays eher von mäßiger Qualität. Weder bei der Leuchtkraft noch beim Kontrast können sie die Konkurrenz beeindrucken, hinsichtlich ihrer Farbgenauigkeit lassen sie sogar zu wünschen übrig. Es sind klassische Office-Geräte ohne den Anspruch auf die Fähigkeit zur Bild- oder Videobearbeitung. Besser sieht es in der X-Baureihe aus, hier können oft auch die Displays überzeugen. Darüber hinaus ist die hohe Ausdauer selbst bei anspruchsvollen Chipsätzen ein Merkmal der Lenovos.

In welcher Baureihe sollte ich für klassische Bürogeräte suchen?

Wenn Sie ein preiswertes und robustes Gerät suchen, sind die ThinkPad-Notebooks der L-Modellreihe das Richtige für Sie. Die Laptops sind beispielsweise zuverlässige Begleiter im Studium, wenn einfach nur in den Vorlesungen mitgeschrieben oder die Hausarbeiten angefertigt werden sollen. Auch Büros, die viele Arbeitsplätze besitzen und daher eine kosteneffektive Lösung benötigen, sollten mit E-Modellen bestückt werden. Die Leistung reicht allemal aus, um alle alltäglichen Internet- und Office-Funktionen zu bewältigen, die Ausstattung ist aber entsprechend mager. Viele Schnittstellen braucht man in diese Szenario aber eh nicht; und vor allem hier spricht die Ausdauer für den mobilen Einsatz.

Zu den Modellen der E-Serie sollten Sie hingegen greifen, wenn zusätzliche Grafikpower für Grafikanwendungen aber auch einfache Spiele benötigt wird sowie moderne Anschlüsse wie USB C und zugleich ein flacheres, insgesamt ansprechenderes Design gewünscht werden. Die Geräte sind echte Allrounder und können beim Kauf noch deutlich besser ausgestattet werden als die L-Modelle. Sie sind auch etwas weniger mobil, dafür aber nicht selten schon mit Dockingstationen versehen – und stehen damit schon an der Schwelle zum Business-Notebook für anspruchsvollere Nutzer.

Ist die teure X-Klasse eine sinnvolle Wahl fürs Büro?

Lenovo ThinkPad X1 Extreme Auch schwarz und eckig, aber sichtlich edler und mit feinerer Linienführung: die X-Klasse. (Lenovo ThinkPad X1 Extreme; Bildquelle: amazon.de)

Eigentlich sind die X-Modelle für normale Büroaufgaben schlicht überzogen gut ausgestattet. Sie kommen ungleich teurer und durchbrechen die 1.000-Euro-Schallmauer oft mehr als deutlich. Schon aus diesem Grunde sind sie für die meisten Büros keine Alternative. Aber auch sonst sollten Sie sich die Anschaffung als einfaches Office-Modell überlegen: Der Vorteil der X-Modelle ist vor allem, dass sie viel bessere Displays bieten und zum Beispiel mit einer hohen Farbgenauigkeit punkten. Das ist nur in wenigen Branchen wirklich notwendig, etwa beim Grafikdesign oder in der Werbung. Die Geräte sind auch schlanker und eleganter designt. Alles lobenswerte Eigenschaften, aber eher als Statussymbol für den selbstständigen Geschäftsmann denn als einfaches Bürogerät, das auch mal etwas aushalten können muss.

Benchmark vs. Nutzererfahrung - was zählt?

Es gibt einen klassischen Widerspruch bei den Lenovo-Tests: In Benchmarks schneiden die Geräte oft eher mittelmäßig ab, das Arbeitstempo wird von den Nutzern aber als flott beschrieben. Diese Beobachtung lässt sich schnell auflösen: Lenovo setzt mittlerweile flächendeckend auf SSDs als Systemstartmedium. Dadurch wird ein enormer Zuwachs an Geschwindigkeit gegenüber Modellen mit klassischer Festplatte erreicht. Dieser ist deutlich höher als der Unterschied in den künstlich erzeugten Benchmarks. Sie müssen also selbst bei schwächeren Lenovos keine Sorge haben, dass alles träge reagiert. Vor allem bei alltäglichen Office-Arbeiten wie dem Laden großer Excel-Tabellen ist der SSD-Boost besonders deutlich zu spüren.

Die mobilsten Lenovo-Notebooks fürs Büro

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Lenovo V320 (17") Befriedigend(2,6)
2 Lenovo IdeaPad 330 (15", Intel) Gut(2,2)
3 Lenovo V155-15API Gut(2,2)

Autor: Janko