Business-Notebooks: Teuer allein reicht nicht

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Lenovo X1 Carbon Der Trend geht bei Business-Notebook immer mehr zu flachen Gehäusen für bessere Mobilität. (Bildquelle: amazon.de)

Wie werden Business-Notebooks in Tests bewertet?

Business-Notebooks werden immer beliebter. Mit dem Aufkommen der Convertible-Bauweise, also Hybridgeräten mit Tablet- und klassischem Notebook-Modus, wurde die Business-Nische zudem zusätzlich belebt. Entsprechend häufig finden dedizierte Business-Geräte ihren Weg in die Testredaktionen von notebookcheck.com, c't, PC Magazin und Co. Business-Laptops erzeugen mit ihren vergleichsweise hohen Preisen eine gewisse Erwartungshaltung, weshalb viele Testredaktionen mit ihnen entsprechend kritisch verfahren. Die Testkriterien sind dabei größtenteils deckungsgleich mit anderen Notebook-Typen, wobei aber den Business-spezifischen Eigenschaften dieser Geräteklasse mehr Beachtung geschenkt wird.

Business-Notebooks sind in der Regel für den mobilen Einsatz gedacht, weshalb die Qualität des Displays (Lesbarkeit bei Sonnenlicht) und die Akkulaufzeit über die Businesstauglichkeit entscheiden können. Auch die Sicherheit wird geprüft. Einerseits kann diese durch spezielle Features wie Fingerabdruckscanner, Smartcard-Lesegeräte oder Kensington-Schlösser gewährleistet werden, andererseits aber auch durch spezielle Softwarefeatures und Onlinedienste, die die Hersteller ihren Kunden anbieten. Bonuspunkte sammeln Businessgeräte für großzügige Serviceleistungen wie z.B. Vor-Ort-Reparaturdienste und erweiterte Garantiezeiträume.

Charakteristisch für richtige Business-Notebook sind gute Materialien. Die Scharniere bestehen meist aus Metall, das Gehäuse und der Deckel aus einer Speziallegierung (Magnesium, Carbon) oder komplett aus Aluminium. Anders ausgedrückt: Ein gutes Business-Notebook ist verwindungssteif, hält das Display immer in der gewünschten Position und hat ein festes Tastaturbett. Nur dann ist die Bedienung angenehm und - evtl. noch wichtiger - nur dann ist das Notebook in der Lage, die Belastungen des Geschäftsalltags auch auf längere Sicht unbeschadet zu überstehen.

Wie unterscheiden sich Businessnotebooks von normalen Laptops?

Der wesentlichste Unterschied besteht in der Anschlussausstattung: Pflicht sind etwa Optionen zur Anbindung einer Dockingstation oder eines Zusatzakkus, zudem verfügen viele Modelle über einen Wechselschacht, der sich mit einem Laufwerk oder einer weiteren Festplatte bestücken lässt. Hinzu kommen Extras im Netzwerkbereich (LTE) sowie diverse Sicherheitstools. Zu denken wäre hier an einen Fingerabdruckleser, einen SmartCard-Slot, einen TPM-Chip zur Verschlüsselung von Daten, einen BIOS-Timer oder einen Bewegungssensor, der im Falle eines Sturzes die Festplatte schützt. Solcherlei Zusatzausstattung lassen sich die Hersteller entsprechend gut bezahlen, weshalb Businessgeräte oft um einiges teurer ausfallen. Die Hardware wiederum umfasst im Prinzip die selben Komponenten wie bei einem hochwertigen Consumer-Notebook, darunter ein starker Prozessor oder eine schnelle SSD. Bleibt noch das Display. Hier ist vor allem eine matte Oberfläche ideal, denn sie verhindert störende Reflexionen.

Die besten Business-Notebooks mit LTE

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Acer Chromebook 514 Sehr gut(1,0)
2 Lenovo ThinkPad E580 Sehr gut(1,0)
3 Toshiba Portégé X20W-E Gut(1,8)

Welche Servicedienstleistungen sollte ein Business-Notebook beinhalten?

Sehr wichtig ist abschließend das Servicepaket. Hier sollte man auf eine gute Garantiezeit (3 bis 5 Jahre) und auf „Vor-Ort-Support“ achten. Heißt: Wenn es Probleme gibt, muss innerhalb von ein oder zwei Tagen ein Techniker auftauchen. Außerdem sollten die mitgelieferte Software oder zugehörige Onlinedienste idealerweise keine Abokosten nach sich ziehen.

Kensington-Schloss am Laptop Simple, aber effiziente Diebstahlsicherung: Das Kensington-Schloss. (Bildquelle: amazon.de)

Was ist ein Kensington-Schloss?

Hinter dem kryptischen Namen steht eine simple, aber effiziente Diebstahlsicherung. Am Rand des Notebooks befindet sich eine kleine Gehäuseöffnung, in die ein an ein dünnes Stahlseil geknüpfte Schließvorrichtung angeschlossen werden kann. So kann das Notebook nicht ohne Weiteres gestohlen werden. Die Sicherheit eines solchen Schlosses ist maßgeblich von der Art der Befestigung des Schlosses am Notebook abhängig. Ist das Schloss nur in Kunststoff gehüllt, ist das Herausziehen immer noch ohne Zerstörung des Geräts möglich, weshalb bei teureren Modellen das Kensington-Schloss in Metall eingelassen ist. Dieses herauszubrechen macht das Gerät mit hoher Wahrscheinlichkeit unbrauchbar.

Lohnt sich die Mehrinvestition für eine Dockingstation?

Wenn man einen festen Schreibtischarbeitsplatz regelmäßig nutzt und einen zusätzlichen Monitor für mehr und größere Bildfläche anschließen möchte, ist eine Dockingstation ein starkes Komfortplus, weil lästiges Umstecken von Kabeln entfällt. Außerdem ermöglichen Dockingstationen dank ihrer großzügigen Schnittstellenausstattung den Anschluss zusätzlicher Peripheriegeräte. Dockingstationen sind in der Regel hersteller- und modellspezifisch, weshalb ein Blick in den Zubehörshop des Notebook-Herstellers empfehlenswert ist. Durch die proprietären Dockingstation-Anschlüsse auf den Geräten ist der Markt für Dockingstations von Drittanbietern überschaubar.

Autor: Stefan