Wie bewerten Fachmagazine Apple-Notebooks in ihren Testberichten?

Apple MacBook Pro 13 Die Touch Bar des MacBook Pro passt sich der jeweils geöffneten App an. (Bildquelle: amazon.de)

Apple-Noteboks – egal ob das leichte und im Vergleich preiswerteste MacBook Air, das ultramobile und extrem flache MacBook oder das für den professionellen Gebrauch ausgelegte MacBook Pro – werden wie jedes beliebige Notebook anderer Hersteller von Testern unter die Lupe genommen. Dabei stehen vor allem die technischen Eigenschaften sowie deren tatsächliche Leistung im Vordergrund: Durch künstliche Benchmarks – also softwaregesteuerte Stresstests – werden Apple-Geräte nämlich in die Bestenlisten eingeordnet. Dabei steht die Rechenleistung unter Volllast im Zentrum, aber auch die Leistung bei Grafikanwendungen und Games werden getestet. Zudem ist das verbaute Display essenziell für ein Apple-Notebook. Mittlerweile besitzen alle Apple-Notebooks bis auf das günstigere MacBook Air ein hochauflösendes, farbstarkes IPS-Display.
Beim MacBook Air kam lange Zeit noch ein TN-Bildschirm zum Einsatz, das von Testmagazinen durch mangelnde Blickwinkelstabilität und dürftige Farbwiedergabe entsprechend abgestraft wurde. Mittlerweile setzt Apple auch bei der Kompaktvariante auf das gängige Retina-Display.
Uns fällt auf, dass die integrierten Lautsprecher und deren Klang nur selten Einfluss auf das Testurteil nehmen. Dafür ist die verbaute Tastatur umso wichtiger. Nicht zuletzt, da Apple mit dem MacBook und seit 2016 auch mit dem MacBook Pro auf ein neues Konzept setzt, bei dem die Tasten kaum hervorstehen und einen extrem geringen Hubweg aufweisen. Dass das nicht jedem gefällt, zeigen Vergleiche einiger Online-Magazine wie „notebookcheck.com“. Zuletzt hat diese Tastatur für viel Kritik im Netz gesorgt, da sie ausfallsgeplagt, unzuverlässig und wenig robust war. Seit den 2020er Modellen wurde diese sogenannte Butterfly-Tastatur durch eine verbesserte Tastatur mit Scherenmechanik ersetzt. Diese behebt alle bemängelten Probleme und ist der neue Apple-Standard bei allen neuen Notebooks.
Da Apple-Notebooks stark auf Mobilität ausgelegt sind, steht deren Akkulaufzeit besonders im Fokus der Testmagazine. Hier werden Lauftests unter verschiedenen Bedingungen durchgeführt – etwa im WLAN-Betrieb oder unter starker, meist grafischer Belastung. Dabei kommen Apple-Notebooks erstaunlich gut weg. Vor allem das MacBook Air punktet bei der Laufzeit und bietet genügend Reserven für einen ganzen Arbeitstag.

Die leichtesten Notebooks von Apple:

  1. Apple MacBook Pro 14" (2021)
    1600 g
    Apple MacBook Pro 14
    • Sehr gut

      1,2

  2. Apple MacBook Air M1 (2020)
    1290 g
    Apple MacBook Air M1 (2020)
    • Sehr gut

      1,4


Welches MacBook ist das richtige für mich?

Je nach Anwendungszweck bietet Apple für viele Nutzer das passende Gerät. Als Einstieg und zur gelegentlichen Textarbeit, etwa für Studenten, eignet sich das MacBook Air dank der Kompaktheit und seiner starken Laufzeit ausgesprochen gut. Abstriche müssen hier bei der Leistung gemacht werden, wodurch sich selbst die stärksten Varianten nur bedingt für kreative Arbeiten eignen. Etwas teurer, dafür aber noch kleiner und schmaler, ist das MacBook. Dieses ist allerdings auch spärlicher ausgestattet und besitzt lediglich einen einzelnen USB-C-Steckplatz – und ist damit kaum zum anspruchsvolleren Arbeiten an Workstations oder mit externen Monitoren geeignet, da das Notebook über diesen Steckplatz auch geladen wird. Eine USB-C-Dockingstation kann hier Abhilfe schaffen.
Das MacBook Pro bietet Apple ab 2016 entweder regulär oder mit der Touch Bar an. Dabei handelt es sich um eine schmale Touchscreen-Leiste über der Tastatur, die die klassischen Funktionstasten (F-Tasten und Fn-Tasten) ersetzt und je nach aktiver App unterschiedliche Funktionen und Spezialtasten übernimmt. Seit 2019 verzichtet Apple vollständig auf Pro-Modelle ohne Touch Bar. Das MacBook Pro ist das leistungsstärkste Apple-Notebook und die richtige Wahl, wenn intensive Anwendungen wie Grafik-, Bild-, Audio- oder Videobearbeitung erledigt werden müssen. Auch bietet das MacBook Pro die größte Schnittstellenvielfalt. Mit 13 oder 16 Zoll haben Sie die Wahl zwischen zwei Größen, bei denen sich auch die Hardware-Konfigurationen voneinander unterscheiden. Vor allem mit einem begrenzten Budget ist es sinnvoll zu überlegen, ob Sie lieber eine stark ausgestattete 13-Zoll-Variante oder eine schwächer bestückte, dafür aber größere 16-Zoll-Variante bevorzugen.

Unterstützt ein Apple-Notebook auch Windows?

Das Apple-eigene Betriebssystem macOS bietet via Bootcamp – ein fester Bestandteil von macOS – die Möglichkeit, Windows als Alternative laufen zu lassen. Dabei werden alle notwendigen Treiber installiert und ein eingesteckter USB-Stick oder eine Festplatte als Boot-Medium konfiguriert, in das man lediglich das Windows-Image laden muss.

Worauf muss ich beim Umzug von Windows auf ein Apple-Notebook achten?

Das macOS-Betriebssystem kennt alle unter Windows gängigen Dateiformate. Apple bietet zudem ein praktisches Windows-Programm namens „Windows Migration Assistant“ an, das man vor dem Umzug auf dem Windows-Rechner installiert und ausführt. Dadurch werden die Daten für den Umzug vorbereitet. Ein neues MacBook fragt beim ersten Start, ob es konfiguriert werden soll – und besitzt dabei die Möglichkeit, von einem bestehenden Windows-System übernommen zu werden. Sofern beide Geräte sich im selben Netzwerk befinden, werden so bereits vor der ersten Nutzung des neuen MacBooks alle wichtigen Nutzerdaten in das neue macOS-System migriert.

Tipp: Bei großen Datenmengen empfiehlt sich die Anbindung beider Geräte mittels LAN-Netzwerkkabel, da die Datenübertragungsrate im WLAN wesentlich geringer ausfällt als die kabelgebundene.

von Julian Elison

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