PCI-Express 3.0 Grafikkarten: PCI-Express 3.0-Grafikkarten

GTX 1080Seit 2012 ist PCI-Express in Version 3.0 der Standard für die Anbindung von Grafikkarten an PC-Systeme. Während es vorher noch eine gewisse Teilung zwischen Grafikkarten mit PCIe-2.0-Anbindung und AGP gab, findet man heute keine verbreitete alternative Schnittstelle für Grafikkarten mehr. Nach einem halben Jahrzehnt einheitlicher Schnittstellenwahl steht aber nun PCI Express 4.0 in den Startlöchern und wird ab 2017 die Ablösung des Klassikers sein.

 

Rasend schnellPCIe 3.0

PCI-Express 3.0 (oder auch einfach PCIe 3.0) gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich durch die Anzahl der Lanes unterscheiden. Grafikkarten werden derzeit am PCIe-3.0-x16-Slot angeschlossen, der mit seinen 16 Lanes eine theoretische Übertragungsrate von bis zu 15.754 MB/s ermöglicht. Das ist eine Geschwindigkeit, von der zum Beispiel SATA aktuell nur träumen kann. Das Tempo ist aber auch notwendig, da Grafikkarten ziemlich große Datenmengen in windeseile verarbeiten und verzögerungsfrei ans System wieder ausgeben müssen.

Stromschlucker Grafikkarte

Der aktuell übliche PCIe-x16-Slot kann die Grafikkarte mit Strom versorgen, leistet aber nur maximal 75 Watt. Das reicht nur für besonders sparsame Karten. Bei den meisten Grafikkarten müssen also zusätzliche Stromstecker angebracht werden. Dabei gibt es 6- und 8-Pin-Varianten. Die 6-Pin-Version liefert weitere 75 Watt, 8-Pin-Stecker schaffen 150 Watt. High-End-Grafikkarten verlangen zum Teil nach zwei 8-Pin-Steckern, wodurch die maximal mögliche Leistungsaufnahme bei 375 Watt liegt. Bei Grafikkarten der Mittelklasse reichen in der Regel 150 Watt, also ist nur ein zusätzlicher Stromstecker vonnöten. Für Gaming-Systeme und Multimedia-Workstations ist ein Netzteil mit 500 Watt Nennleistung empfehlenswert, da zu den 150 Watt der Grafikkarte noch einmal genauso viel oder mehr Strombedarf durch CPU, Mainboard & Co. hinzukommen und man immer noch ein wenig Raum nach oben haben sollte.

Autor: Gregor L.