Passiv gekühlte Grafikkarten: Unhörbar leise, dafür aber mit geringerer Leistung

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Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Wärme wird über einen Kühlkörper nach außen geleitet
  • Leistungsfähigkeit eingeschränkt im Vergleich zu herkömmlichen Grafikkarten
  • komplett lautlos
  • erfordern gute Gehäusebelüftung zum Wärmeabtransport

Wie schneiden passiv gekühlte Grafikkarten in Tests ab?

Palit GeForce GTX 1050 Ti KalmX Leistungsstärkere passive Grafikkarten sind mit massiven Kühlkörpern ausgestattet. (Bildquelle: palit.com)

Grafikkarten mit passiver Kühlung durchlaufen in der Regel denselben Testparcours, der auch für Modelle mit aktiver Kühlung gilt. Hauptaugenmerk in den Tests liegt auf der Leistung, auch wenn Karten mit passiver Kühllösung bei weitem nicht an die Leistungswerte vollwertiger Gaming-Grafikkarten mit Luft- oder Flüssigkeitskühlung heranreichen. Alle Grafikkarten mit passiver Kühlung liefern genug Leistung für die Medienwiedergabe, weshalb für Vergleiche auch bei ihnen lieber die Leistung in Spielen herangezogen wird. Das Übertaktungspotenzial wird oftmals nur am Rande erwähnt, da bei dieser Grafikkarten-Art eine Erhöhung der Taktraten deutlich riskanter ist als bei herkömmlichen Modellen.

Neben der ausschlaggebenden Leistung betrachten Testmagazine wie computerbase auch weitere Aspekte wie die Verarbeitungsqualität. Die Lamellen des Radiators sollten gleichmäßige Abstände haben. Obligatorisch ist auch die Temperaturmessung. Im Optimalfall sollte die Karte nie über längere Zeit Temperaturen um die 90 Grad oder höher erreichen, um einen vorzeitigen Gerätetod zu vermeiden. Der Stromverbrauch spielt in der Regel keine große Rolle für die Bewertung der Grafikkarte. Bonuspunkte oder Abzüge gibt es jedoch des Öfteren für Details wie die Schnittstellenausstattung, das Zubehör oder die Garantiebedingungen des Herstellers.

Eignen sich passiv gekühlte Grafikkarten für Spiele-PCs?

Einen lautlosen PC im Wohnzimmer, mit dem man auch spielen kann – eine attraktive Idee, die aber mit einer passiven Grafikkarte nur mit Abstrichen umsetzbar ist. Die meisten passiven Grafikkarten eignen sich nur für ältere Spiele und drosseln ihren Takt unter Last merklich, um die Temperatur im Zaum zu halten. Der Trend ist aber vielversprechend: Grafikkarten werden immer effizienter und brauchen für die gleiche Leistung weniger Strom. Deshalb gibt es schon passiv gekühlte Varianten von Einsteiger-Spielergrafikkarten wie der GTX 1050 Ti, die mit Abstrichen durchaus spieletauglich sein können.

Worauf sollte man beim Einbau einer passiv gekühlten Grafikkarte achten? 

Die Grafikkarte sollte nicht mit der Kühlkörperseite unmittelbar an der nächsten PCI-Express-Steckkarte sitzen. Wenn man also zum Beispiel eine PCIe-SSD, eine Netzwerk- oder USB-Steckkarte verbauen will, sollte der Kühlkörper der Grafikkarte jeweils nach außen zeigen. So kann die Abwärme besser abgeführt werden und das Beschädigungsrisiko wird minimiert. Einen zusätzlichen Stromanschluss benötigen aktuelle passive Karten nicht. Sie ziehen genug Strom über den PCI-Express-3.0-Steckplatz.

Autor: Gregor L.