Grafikkarten: Sechs Karten der Königsklasse im Vergleich

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Das Magazin für Computer und Technik (c't) testete sechs Grafikkarten aus dem High-End-Bereich von nVidia und AMD/ATi, die so ziemlich alle optischen Bedürfnisse eines Hardcore-Zockers befriedigen können. Diese Karten sind gerade für Spieler konzipiert, die noch bei höchsten Auflösungen (2.560 x 1.600 Bildpunkte) die volle Kantenglättung aktivieren und alle Filter aufgedreht haben müssen. Wer es sich leisten kann, kauft sich eine der schnellsten Grafikkarten, die für Geld zu haben sind und die beiden großen Hersteller kämpfen wie seit Jahren weiter um die Krone.

Bei der Bewertung der Spielleistung erhielten alle Kandidaten ein „sehr gut“, auch wenn bei maximaler Auflösung nicht von allen die 25 FPS-Marke (Bilder pro Sekunde) überschritten wurde. Im Gegenzug bei der Bewertung der Geräuschentwicklung schnitten vier mit „schlecht/sehr schlecht“ ab und nur die Asus ENGTX285 und die MSI N285GTX-T2G1D-OC glänzten mit einem „gut“. Besonders lärmend waren die Doppellüfter auf der Sapphire Radeon HD 4850 X2 2GByte, die unter Last weit über 5 Sone produzierte und die kleinere Sapphire mit 1 GByte tat es der großen Schwester gleich. Wie wichtig jedoch die gute Kühlung des Grafikchips ist wird spätestens klar, wenn man sich die Tabelle des Stromverbrauchs ansieht: Beinahe bescheiden begnügt sich die nVidia GeForce GTX285 mit 183 Watt, die GTX280 und die Radeon HD 4850 springen gleich auf rund 230 Watt und werden nur noch von Kings GTX295 und HD 4870 X2 mit knapp 290 Watt übertroffen. Und wenn Sohnemann am Wochenende mit seinen Kumpels eine LAN-Party zu Hause abzieht, sollte man vorher den Strom ablesen und nachher kassieren. Spiele-Rechner sind nun einmal keine Öko-Kutschen! Das bekannte Problem der Mikroruckler bei Doppel-GPUs scheint nach einem Diagramm der Zeitschrift bei nVidia besser bewältigt zu werden als bei AMD. Alle Karten im Test wurden auf ihre Übertaktungsgrenze geprüft, was viel über Leistungsreserven aussagt. Takterhöhungen von 15 bis 25 Prozent steckten alle ohne Probleme weg, was aber optisch keinen echten Zugewinn brachte.

Bis zur Full-HD-Auflösung (1.920 x 1080) können alle Karten gut mithalten und viel Spielspaß bereiten. Nur bei Maximalauflösung muss man zu den Boliden greifen, die knapp 500 Euro kosten. Ob man dann zu nVidia oder AMD greift, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Autor: Christian