Grafikkarten: Ratgeber: Grafikkarten-Einkaufsführer

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Die Grafikkarte bildet das Herzstück eines jeden PCs und ist für die grafische Darstellung wichtig. Während Office-Rechner nur wenig Leistung verlangen, sieht es ganz anders aus, wenn man Spiele darauf laufen lassen möchte. Die Grafikkarte muss also für den jeweiligen Anwendungszweck passend gewählt sein.

Namens-Dschungel

AMD und Nvidia liefern sich in diesem Segment seit Jahren einen harten Kampf und zahllose Modelle fluten den Markt. Dank unterschiedlichen Modellnummern und Neuauflagen alter Grafikchips ist es nicht leicht, den Durchblick zu behalten. Von unter 100 Euro bis über 1.000 Euro tummeln sich Hunderte Karten im Segment von verschiedensten Herstellern. Während sich manche an die Referenzmodelle der Chiphersteller halten, schlagen manche andere Wege ein und bieten eigene Lösungen an. Das reicht von den Platinen bis hin zu den verbauten Lüftersystemen.

Einsteiger-Modelle

Im Segment unter 100 Euro bringt derzeit die Radeon R7 260X das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei kommt der Bonaire-Grafikchip zum Zuge, welcher bereits bei der Radeon HD 7790 verbaut wurde. Sapphire hat mit der Radeon R7 260X 2GB OC ein Modell mit leichter Takterhöhung und guter Kühllösung im Angebot. Nvidia kann in diesem Segment mit der GeForce GTX 750 Ti aufwarten. Diese ist zwar nicht so leistungsfähig wie der AMD Ableger, kann dafür mit einem sehr niedrigen Energieverbrauch punkten. Im Zuge der Karte wurde die neue „Maxwell“-Architektur eingeführt und die Fertigung im 28-Nanometer-Verfahren. Die Zotac GeForce GTX 750 Ti OC bietet eine werkseitige Übertaktung in Verbindung mit leisen Lüftern und einer maximalen Leistungsaufnahme von knapp 60 Watt TDP. Eine interessante Karte wurde in Form der Radeon R9 270X vorgestellt. Die Mittelklasse-Grafikkarte setzt auf den gleichen Chip wie die bereits seit Längerem erhältliche Radeon HD 7870, ist mittlerweile aber günstiger zu haben als die Restbestände der alten Karte und durchaus eine Alternative zur Nvidia GeForce GTX 660 und GTX 750 Ti.

Mittelklasse

Interessant wird es ab der 150-Euro-Grenze, aber auch hier muss man aufpassen. So handelt es sich bei der Radeon R9 280 um eine alte HD 7950 Boost nur in neuer Verpackung. Wer maximal 200 Euro ausgeben möchte, sollte trotzdem zu diesem Modell greifen.

High-End-Segment

Jenseits der 200 Euro sind wir im High-End-Segment angelangt. Diese Karten benötigen ein starkes Netzteil und sind für aktuelle Computerspiele jenseits der FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten geeignet. Die Leistung reicht für hohe Grafikdetails bei Monitoren mit 2.560 x 1.440 Pixeln. AMD ist in diesem Bereich mit der Radeon R9 290 und 290X vertreten. Allerdings konnten die Ausführungen mit Referenzkühler nicht ganz überzeugen. Dieser wird sehr laut und schafft es trotzdem nicht, die Karte auf einer guten Temperatur zu halten. Die Folge ist eine Absenkung des Turbo-Takts und eine damit einhergehende Leistungssenkung. Bei Nvidia fällt die GeForce GTX 780 und 780 Ti in diesen Bereich. Mit drei Gigabyte Videospeicher ausgerüstet konnte hier vor allem die Zotac GTX 780 AMP-Edition überzeugen. Neben einer werkseitigen Übertaktung setzt der Hersteller bei der Kühlung auf einen „Triple Silencer“. Zwei 75-mm- und ein 90-mm-Lüfter sorgen für eine exzellente Kühlung bei geringer Lautstärke.

Autor: Nico