Grafikkarten: Grafikkarten-Kühlung

gt220Alle Grafik-Chips müssen irgendwie gekühlt werden, da die Verlustwärme je nach Leistung entsprechend hoch sein kann. Ungekühlt erreichen sie innerhalb kürzester Zeit Temperaturen jenseits der 100 Grad Celsius und würden den vorzeitigen Hitzetod sterben. Grafikkarten mit einer geringen Leistungsaufnahme können sogar passiv gekühlt werden und eignen sich besonders für HTPCs (Wohnzimmer-PCs). Durch guten Kontakt der Kühllamellen mit dem Grafik-Chip, oft auch mit dem Grafik-Speicher, wird die Wärme direkt in das Gehäuse abgeleitet. Gerade bei diesen Systemen sollte aber auf eine ordentliche Durchlüftung des Gehäuses geachtet werden.


Quelle: Wikipedia Quelle: Wikipedia

Das Heat-Pipe-Prinzip hat sich als bestes Wärmeleit-System in verschiedenen Computerbereichen bewährt und findet auch bei den Grafikkarten seine Anwendung. Unter Vakuum verschlossene Kupferröhrchen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind erhalten direkten Kontakt mit den zu kühlenden Teilen auf der einen Seite und andererseits mit den Kühllamellen. Durch Ausdehnung und Kondensation in den Röhrchen kommt es zum schnellen Wärmetransport. Je mehr und je dickere Pipes im Einsatz sind, desto effizienter arbeitet die Kühlung. Die Anzahl und Gesamtoberfläche der Kühllamellen trägt weiter zum Abtransport der Wärme bei. Für weitere Beschleunigung sorgen Lüfter in unterschiedlicher Anzahl und Größe, die wiederum die Kühllamellen schneller abkühlen.

GTX 980 Windforce Während das Referenz-Design der Hersteller (AMD und Nvidia) meist nur für den Normalbetrieb taugt und sehr häufig zu laut ist, entwickeln die Grafikkartenproduzenten eigene Kühllösungen, die einerseits die Temperaturen deutlich niedriger halten und andererseits sehr leise arbeiten. Besonders effizient in beiden Bereichen ist die Entwicklung von Asus, DirectCu II genannt, die auch für den Übertakter noch genügend Spielraum frei lässt. Ähnlich sieht es bei MSI mit dem Twin-Frozr-Design aus; Gigabytes Kühllösung nennt sich Windforce.

Die beste Art zur Kühlung ist nach wie vor die Wasserkühlung, die gerade bei Übertaktern besonders beliebt ist. Bei einem schnellen Durchfluss der Kühlflüssigkeit können sehr hohe Übertaktungswerte erreicht werden, ohne dass die Hardware zu Schaden kommt. Da man bei modernen Grafikkarten immer die Temperatur auslesen kann, macht es Sinn, eine Tool zur Überwachung zu installieren.

Autor: Christian