Grafikkarten: Fünf Platinen im Chip-Duell der beiden Großen

fuenf-grafikkarten-testDie Qual der Wahl bleibt bestehen, wenn die Frage auftaucht, ob man nun eine nVidia GeForce GTX oder doch lieber eine AMD/ATi Radeon kaufen soll. Im Test der Zeitschrift „PC Games Hardware“ treten drei GeForce GTX285 gegen zwei Radeon HD 4890 an – allesamt Single-Chip-Platinen. Zusammenfassend lässt sich schon sagen, dass reine FPS-Freaks eher zur Radeon greifen sollten und jene, die mehr Wert auf Qualität legen, eine nVidia GeForce GTX200 kaufen sollten. In der abschließenden Gesamtnote liegen alle fünf Karten dicht beieinander.

Mit leichten Vorteilen gewinnt diesen Test die EVGA GeForce GTX285 FTW („For The Winner“), da sie durch die Übertaktung auf 720/1.620/1.386 MHz (GPU/ALU/VRAM) die schnellste Karte im Test ist. Die im Referenzdesign angefertigte Platine bietet 1 GByte GDDR3-RAM und ist mit 370 Euro die teuerste Grafikkarte. MSIs neues Kühlsystem, genannt Super-Pipe, kommt auf allen GTX200-Platinen zum Einsatz und die hier getestete N285GTX Super-Pipe OC ist mit Abstand die leiseste Karte. Ihre Frameraten liegen nur marginal hinter der EVGA und ein Anschaffungspreis von 300 Euro macht sie umso attraktiver. Mit deftigem Stromhunger (171W unter Last) befindet sich auf dem dritten Platz die Sapphire Radeon HD 4890 Atomic, die durch die recht leise arbeitende Vapor-X-Kühlung mit einer deftigen Übertaktung von 1.000/1.050 MHz ausgeliefert wird. Da bleibt auch nicht mehr viel für einen OC übrig – mehr als 1.030/1.200 MHz sind da nicht mehr drin. Mit einem Preis um 260 Euro ist die Atomic deutlich günstiger als die beiden Favoriten. Von Gigabye wird eine GeForce GTX285 angeboten, deren Stromkonsum mit 153W unter Last im Test der bescheidenste war. Mit rund 280 Euro ist die Gigabyte einerseits die preisgünstigste GTX285, besitzt aber nicht die Dämpfung der Konkurrenz und lässt bei dreistelligen Frameraten ein deutliches Spulenfiepen hören. Und beim letzten Testteilnehmer, der Sapphire Radeon HD 4890, wird es unter Last dann so richtig laut. Wenn eine Grafikkarte im Referenzdesign gebaut wurde und im Leerlauf bereits 2,5 Sone Krach produziert, scheinen die Entwickler am Ziel vorbeigeschossen zu haben. Gibt man dann im Spiel richtig Gas helfen nur noch dicke Kopfhörer gegen die 6,1-Sone-Geräuschkulisse – da tröstet auch der geringe Anschaffungspreis von nur 170 Euro nicht darüber hinweg. Das können andere Hersteller bestimmt besser.

Als Kaufempfehlung könnte man die Sapphire Radeon HD 4890 Atomic nennen, da das beste Preis-Leistungsverhältnis geboten wird und eine hochwertige Kühlung den Grafikchip auch unter Last nicht wärmer als 62 Grad Celsius werden lässt.

Hier auf unserer Webseite können Sie die kurzen Zusammenfassungen der Testergebnisse einsehen.

Autor: Christian