Grafikkarten: Downsampling als Allheilmittel

DownsamplingWer im Besitz einer Grafikkarte mit voller DirectX 11-Unterstützung ist, bemängelt oft bei bestimmten Games die suboptimale Bildqualität, obwohl die Grafikkarte zu einer besseren Darstellung fähig ist. Das betrifft Spiele, die keine Unterstützung für AntiAliasing (AA) als Kantenglättung anbieten oder lediglich einen Weichzeichner zur Darstellungsverbesserung einsetzen. Mithilfe des Downsampling-Tricks kann man jedoch auch solchen Games eine hervorragende Bildqualität verpassen.


Wie Downsampling funktioniert

Mit einem Tool oder dem Grafikkartentreiber lässt sich eine Auflösung errechnen, die jenseits der nativen Auflösung des Monitors liegt, wodurch der Informationsgehalt der einzelnen Pixel anwächst. Vor der Ausgabe im Bereich der nativen Auflösung muss der Grafikchip herunterrechnen, woraus die Bezeichnung „Downsampling“ entstanden ist. Diese sogenannte Supersampling-Glättung erfasst dann jedes Objekt, wo normales MSAA nicht mehr greifen kann. Das Downsampling geht dann in Forma als OGSSAA gegen jegliche Nebeneffekte wie wabernde Kanten und feines Flimmern vor und eliminiert diese. Natürlich fordert dieser Prozess auch Grafikkarte und Prozessor immens. Mit steigender Auflösung brauchen Spiele deutlich mehr Grafikspeicher (VRAM) und die Berechnung der Bilder wird aufwändiger, wodurch die Bildrate stark sinken kann. Somit ist Downsampling für moderate Gaming-PCs eher ein Mittel, um aus älteren oder weniger anspruchsvollen Titeln das Maximum an Bildqualität herauszuholen.

Downsampling-HowTo mit Nvidia-Grafikkarten

GeForce-Grafikkarten ab der Fermi-Generation (GeForce-400er-Reihe) bewerkstelligen Downsampling seit 2014 über das Treiber-Feature "Dynamic Super Resolution" (DSR). Die Einrichtung ist denkbar einfach: In den Treibereinstellungen befindet sich im Punkt "3D-Einstellungen verwalten" ein Eintrag für DSR. Dort kann man einstellen, welche Auflösungen jenseits der höchsten Auflösung des Monitors simuliert werden sollen. Der Treiber glättet zudem auf Wunsch das Bild. In Spielen lassen sich die neuen Auflösungen dann einfach über das Grafikmenü auswählen.

Downsampling-HowTo mit Radeon-Grafikkarten

Für Besitzer von Radeon-Grafikkarten gibt es ein Tool, mit dem man Downsampling recht einfach umsetzen kann. Das Custom Resolution Utility von ToastyX erlaubt es, weitere Auflösungen hinzuzufügen. Nach einem PC-Neustart stehen die neuen Auflösungen in Spielen zur Auswahl.

Empfehlenswerte Verbesserung der Bildqualität

Viele Games verzichten zugunsten der Performance auf eine Kantenglättung und bieten nicht die Bildqualität, die eigentlich zur perfekten Darstellung gehören könnte. Downsampling bietet sich hier als Allheilmittel gegen die bescheidene Darstellung an und lässt sich ohne tiefer gehende Kenntnisse ganz einfach einsetzen. Das gilt ganz besonders für die Besitzer von High-End-Grafikkarten, die dann endlich die physikalischen Fähigkeiten ausspielen können und dem Gamer eine ausgezeichnete Bildqualität liefern können.

Autor: Christian