Grafikkarten: Eine überholte Schnittstelle

agp2Bei den Grafikkarten sind unterschiedliche Schnittstellen, gemeint ist die Verbindung von Karte mit dem Mainboard, im Handel erhältlich. Welche Schnittstelle genutzt werden kann, hängt primär vom Alter des PCs ab. Rechner mit Baujahr vor 1997 (ja, die gibt es immer noch) wurden mit PCI-Steckplätzen bestückt und Grafikkarten dieser Bauart sind nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich.

AGP Version 3.5

Danach setzte sich AGP (Accelerated Graphics Port) in verschiedenen Versionen der Stromversorgung und Datenbeschleunigung durch. Der letzte Stand der Entwicklung war Version 3.5 mit 8facher Beschleunigung und wurde seit Mitte 2006 nicht weiter gepflegt. Ältere PCs dieser Baureihe können heute noch mit neuen Grafikkarten versorgt werden, die aber ein wenig teurer sind als die aktuelle Bauart mit PCI-Express. AGP-SlotBei der 3D-Beschleunigung können die schnellsten AGP-Karten nur im unteren Mittelfeld des Grafikkartenangebots punkten. AMD/ATi bietet immerhin noch einen Radeon-Chip der Serie HD4670 an, mit dem bei niedrigeren Auflösungen und geringerer Detailstufe einigermaßen gespielt werden kann und so manchen leistungsstarken, aber älteren PC noch einmal aufwertet. Bei der nVidia-Konkurrenz sieht das Angebot noch schlechter aus und der stärkste Chip ist hier der GeForce 7600GT, der weniger zu empfehlen ist.

PCI-Express

In aktuellen Rechnern hat sich mittlerweile der PCI-Express-Slot als Steckplatz für moderne Grafikkarten etabliert. In Rechnern mit einem Athlon XP, Athlon 64 oder Pentium 4 steckt aber in der Regel noch ein entsprechendes Mainboard mit einem AGP-Steckplatz. Das Angebot auf dem Markt ist momentan sehr überschaubar. Empfehlenswert ist hier die Powercolor Radeon HD 4670 um alten Rechnern etwas mehr Leistung zu entlocken. Basieren auf der RV730-Grafikeinheit verwendet diese 320-Shader-Prozessoren und taktet mit 750 Megahertz. Insgesamt 1.024 Megabyte GDDR3-Videospeicher sind über ein 128-Bit breites Speicherinterface angebunden. Ältere Computerspiele sind machbar, das Anwendungsgebiet liegt aber eher bei Filmen.

Autor: Christian