Sandisk Extreme 2 SATA-Anschlüsse sind meist länglich und zweigeteilt. Der kleinere Teil dient dabei der Stromversorgung. (Bildquelle: sandisk.com)

Wie werden SATA-3-Festplatten getestet?

SATA III oder SATA 6GB/s ist der aktuell gängige Standard für die Datenübertragung zwischen PC, Notebook und Co. und Festplatten bzw. integrierten Speichergeräten. Die meisten internen Festplatten, egal ob SSD oder klassische Magnetfestplatte, setzen auf die Schnittstelle. Dementsprechend selten wird SATA 3 selbst in Tests thematisiert, es sei denn es handelt sich um einen Vergleich zwischen PCIe-SSDs und klassischen SATA-3-SSDs. Bei Vergleichen zwischen den beiden Standards zieht SATA 3 zwar auf dem Papier meist den Kürzeren, in der Praxis fallen die Unterschiede aber nicht sehr groß aus.
In allen Festplatten-Tests spielen die Datenraten eine große Rolle. SATA 3 setzt sowohl SSDs als auch HDDs in dieser Beziehung bislang keine Grenzen. Die Praxis-Datenrate ist einzig von der sonstigen Technik der Festplatte abhängig.

Wenn der Geschwindigkeitstest nur geringe Unterschiede hervorbringt, wächst die Bedeutung anderer Faktoren wie der Lautstärke im Betrieb oder dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses ist bei Festplatten leicht zu ermitteln: Preis pro Gigabyte ist entscheidend.

Wo liegen die Unterschiede zwischen SATA-2- und SATA-3-Festplatten?

SATA 2 hat einen theoretischen maximalen Datendurchsatz von 3 GB/s, wobei der Bandbreitendurchsatz in der Praxis maximal 300 MB/s beträgt. Viele SSD-Festplatten und Hybrid-HDDs können diese Datenrate bereits ohne weiteres knacken, weshalb SATA 2 hier zum begrenzenden Faktor wird. SATA 3 löst das Problem durch eine Verdoppelung des maximalen Durchsatzes. Mit 600 MB/s können die meisten SSDs ihr Potenzial voll ausschöpfen, wobei PCIe- bzw. M.2-SSDs auch diesen Wert bereits übersteigen, was aufgrund der noch schnelleren Anbindung dieser Festplattentypen aber auch technisch kein Hindernis ist. Bei herkömmlichen Magnetfestplatten ist es unerheblich, ob sie nun per SATA 2 oder 3 angebunden werden.

Kann eine SATA-3-Festplatten auch an einem SATA-2-Stecker betrieben werden?

Ein Vorteil der SATA-3-Spezifikation liegt in der Beibehaltung der alten Steckerform. Dadurch sind SATA-3-Speichermedien auch abwärtskompatibel zu älterer Hardware, die noch mit SATA 2 im Hinterkopf designt wurde. Die Datenrate ist in dem Fall aber auf das Limit von SATA 2 beschränkt. So kann eine SSD bei einem Einbau in ältere Notebooks oder Desktop-PCs oft nicht ihre volle Leistung entfalten.