Wie bewerten Fachmagazine interne SSD-Festplatten in ihren Testberichten?

Eine Größenübersicht über interne SSD-Festplatten. Interne SSD-Festplatten vom M.2-Typ sind deutlich kleiner als 2,5-Zoll-Modelle. (Bildquelle: crucial.com)

Das entscheidende Kriterium eines jeden internen Speichermediums ist dessen tatsächliche Geschwindigkeit beim Schreiben sowie Lesen von kleinen Dateien und großen Datenmengen. SSD-Festplatten zeigen sich hier – je nach Schnittstelle – besonders schnell: SSDs, die über SATA III mit dem Mainboard verbunden sind, sind in Benchmarks wesentlich langsamer als aktuelle PCIe- oder M.2-Festplatten. Das zeigen die Bestenlisten der Testmagazine. Technikaffine Magazine wie die PC Games Hardware verdeutlichen allerdings im selben Atemzug, dass der Geschwindigkeitssprung von PCIe zu M.2 kaum spürbar ist.
Es ist zu beachten, dass Hersteller immer eine garantierte Lebensdauer der SSD angeben. Ein großer Langzeittest wurde von heise online durchgeführt. Dieser hat die Befürchtungen einiger Tester entschärft: Die getesteten SSDs hielten weitaus länger durch als vom Hersteller angegeben. Top-Modellen wie der Samsung SSD 850 Pro wurde eine theoretische Maximallaufzeit von gut 623 Jahren attestiert.

Worin unterscheiden sich interne SSD-Festplatten von HDD-Festplatten?

Herkömmliche HDD-Festplatten speichern die Daten auf einem rotierenden Magnetdatenträger. Dadurch ist die Leistung der internen Festplatte auch von der mechanischen Drehzahl abhängig. Dieser Umstand entfällt bei SSDs vollständig, da sie die Daten rein elektronisch auf Speicherbausteinen speichern. Das verhindert auch hörbare Betriebsgeräusche, die bei HDD-Festplatten durch die mechanischen Drehungen des Datenträgers naturgemäß auftreten. Zudem ist das elektronische Speicher- und Ausleseverfahren sehr viel performanter als das magnetische. Ein weiterer Vorteil von SSDs ist, dass Daten durch das Wegfallen eines magnetischen Lesekopfes im Falle eines Sturzes oder einer starken Erschütterung nicht beschädigt werden können. Das ist vor allem beim mobilen Gebrauch, beispielsweise in einem Notebook, von Vorteil.

Was ist der Vorteil von einem SSD-HDD-Mischbetrieb im Computer?

Üblicherweise werden PC-Systeme sowohl mit einer schnellen SSD als auch mit einer großen HDD bestückt. Das hat den Vorteil, dass Betriebssystem und rechenintensive Programme auf die schnelle SSD ausgelagert werden können, sodass man von den kürzeren Lade- und Bearbeitungszeiten profitiert, während die HDD-Festplatte als Datengrab für große Datenmengen benutzt werden kann. An dieser Stelle ist der Geschwindigkeitsschub einer SSD nämlich nicht unbedingt notwendig.