USB3_1USB 3.0 ist der aktuelle Standard für die meistgenutzte Schnittstelle in der IT. Größter Vorteil ist die gegenüber der Vorgängerschnittstelle um den Faktor Zehn gestiegene Datentransferrate: Sind über USB 2.0 (nur theoretisch) 480 MBit/s möglich, erreicht USB 3.0 im sogenannten „SuperSpeed“-Modus bis zu 5000 MBit/s. Der Zuwachs kommt vor allem den von USB 2.0 regelrecht ausgebremsten externen Speichergeräten zugute. Obwohl nämlich Übertragungsraten von 120 MB/s möglich wären, ist über das 2.0-Nadelöhr bei maximal 31 bis 35 MB/s Schluss.

Externe USB-3.0-Festplatten eignen sich demnach beispielsweise optimal für schnelle Backups, laden aber auch dazu ein, das komplette Betriebssystem auszulagern, da sie in Sachen Tempo vergleichbar zu internen SATA-Festplatten sind. Optimal ausgereizt wird USB 3.0 ferner von den noch leistungsfähigeren SSD-Festplatten. Übertragungsraten von 200 MB/s wurden schon gemessen, 640 MB/s sind theoretisch drin, werden aber von den aktuellen Controllern noch nicht erzielt. Übrigens: USB 3.0 ist auch schneller als die eSATA sowie die Firewire 800-Schnittstelle, wobei der Unterschied zu eSATA nicht allzu groß ist.

Verbesserte Stromversorgung, Abwärtskompatibilität

Statt wie bislang nur mit 100 /500 Milliampere (USB 2.0), werden externe Geräte direkt über die USB-3.0-Schnittstelle nun mit 150/900 Milliampere versorgt. Stromhungrige Geräte müssen deswegen unter Umständen nicht mehr über ein separates Netzteil oder mithilfe eines Y-Steckers ihre Energie beziehen. Außerdem ist die 3.0-Schnittstelle zu USB 2.0/1.1 abwärtskompatibel. 3.0-Geräte lassen sich deshalb über die „alten“ Schnittstellen betreiben, wobei natürlich in diesem Fall die SuperSpeed-Rate verloren geht, die ein spezielles Kabel erfordert. Zu einem erstaunlichen Ergebnis wiederum kamen Messtests von USB-2.0-Geräten an der neuen Schnittstelle: Die Datenübertragungsrate erhöhte sich teilweise um bis zu zehn Prozent.

USB CUSB 3.1 - Nicht unbedingt ein großer Fortschritt
Seit 2015 wird vermehrt die neue USB-Spezifikation 3.1 genutzt. Erkennbar sind diese Anschlüsse in der Regel an ihrer türkisen oder roten Färbung, während normale USB-3.0-Anschlüsse weiterhin blau gefärbt sind. Allerdings gibt es zusätzlich noch den neuen Typ-C-Formfaktor. Diese kompakten und erstmals verdrehsicheren Anschlüsse findet man vor allem auf Mobilgeräten und einigen externen Festplatten. Auch Typ-C kann "SuperSpeed"-Übertragungsraten bis zu 10 Gbit/s erreichen. Für maximale Übertragungsraten darf das Kabel aber nicht länger als 1 Meter sein.

Autor: Wolfgang