Auch im digitalen Zeitalter ist es immer wieder notwendig, Schriften, Bilder und Co. auf Papier zu bringen. Tintenstrahldrucker sind dabei für viele die erste Wahl, denn sie punkten mit niedrigen Anschaffungskosten und hoher Flexibilität.

Wie bewerten Testmagazine Tintenstrahldrucker in ihren Testberichten?

Tintenstrahler Patronen lassen sich häufig einzeln austauschen. Tintenstrahler besitzen entweder eine Kombipatrone oder eine je Farbe einzelne Kartusche, die man dann auch einzeln austauschen kann. (Bildquelle: amazon.de)

Im Zentrum der Tester steht die Qualität der angefertigten Ausdrucke. Klare Buchstaben, feine Linien beim Textdruck sowie gleichmäßige Flächen beim Ausdruck von Grafiken sorgen schnell für gute Noten und eine starke Platzierung in einer Bestenliste. Handelt es sich um einen Farbdrucker (was mittlerweile am Markt die Regel ist), wird dieser ebenfalls auf die Qualität beim Farbdruck von Grafiken und sogar Fotos geprüft. Dabei erzielen Tintenstrahler das beste Fotodruck-Ergebnis nur, wenn man spezielles Fotopapier verwendet.
In Hinblick auf die Druck- und Folgekosten haben Tintenstrahler das Nachsehen gegenüber den Laserdruckern. Farbpatronen sind zwar in der Anschaffung günstiger als entsprechende Tonerkartuschen, dafür sorgen aber kräftiges Auftragen auf das Papier, Eintrocknen von Tinte bei Nichtgebrauch sowie häufige Düsenreinigungsvorgänge für einen erhöhten Tintenverbrauch. Die Reichweite von Laserdruckern ist dramatisch höher. Hinzu kommt: Sobald ein Drucker auf Kombifarbpatronen setzt, muss man die ganze Patrone wechseln – auch, wenn nur eine der Farben leer ist. Hier ist zu beobachten, dass viele günstige Tintenstrahldrucker in der Summe finanziell stärker zu Buche schlagen können als teurere Modelle.

Ausstattungsmerkmale wie Netzwerkfunktionen oder Duplex-Druck werten einen Tintenstrahler stark auf. Vor allem ein integrierter Duplexer erhöht einerseits die Druckgeschwindigkeit und verringert dabei den Papierverbrauch, da Seiten automatisch beidseitig bedruckt werden können. Dank einer kabelgebundenen LAN-Netzwerkanbindung können mehrere Endgeräte innerhalb des Netzwerkes auf den Drucker zugreifen – sofern dieser WLAN unterstützt, sogar kabellos. Das ist besonders Zuhause sehr praktisch: Im Flur zentral aufgestellt, können mehrere Rechner und Tablets oder Smartphones von jedem Zimmer aus drucken.

Die besten WLAN-Drucker:

  1. Canon Pixma Pro 200
    Canon Pixma Pro 200

    Sehr gut

    1,0


Lohnen sich all die Extrafarben von Fotodruckern?

Während handelsübliche Tintenstrahler mit vier Farben kommen – Schwarz als Hauptfarbe sowie Cyan, Gelb und Magenta zum Mischen aller anderen Farben – werden waschechte Fotodrucker mit zusätzlichen Farben im Magazin ausgeliefert. Manchmal ist es Grau, manchmal "Fotoschwarz" als Abgrenzung zum normalen Textschwarz, teilweise sind noch ganz andere Farbtöne dabei. Sie alle haben den Zweck, entweder vollschwarze Flächen besonders intensiv wirken zu lassen oder feinere Abstufungen von Farbmischungen zu erlauben. Die Testmagazine sind sich dabei meist einig, dass die Zusatzfarben tatsächlich hilfreich sind und das Ergebnis spürbar vergessen – allerdings ist dies wirklich nur im semiprofessionellen oder gar professionellen Einsatz sinnvoll.

Professionelle Fotodrucker:

  1. Epson SureColor SC-P700
    10
    Epson SureColor SC-P700

    ohne Endnote

  2. Canon Pixma Pro 200
    8
    Canon Pixma Pro 200

    Sehr gut

    1,0



Denn natürlich gehen diese Extrapatronen schnell ins Geld. Wer viel Farbdrucke anfertigt und dann regelmäßig nicht nur 4x 15 Euro berappen soll, sondern gleich 6x oder gar 12x, der wird sich schnell überlegen, ob die Abstufung in "Millionen Farbstufen" ihm wirklich optisch etwas bringt. Sinnvoll sind hierbei Drucker, welche bei einfachen Textdruckern auf Wunsch die Deaktivierung insbesondere der teuren Fotoschwarz-Kartuschen erlauben. Dann geht der Mailausdruck nicht genauso ins Geld wie das Fotoplakat für die Wand.

Gibt es Unterschiede zum Thermosublimationsdruck, also Thermodruckern?

Beim Thermosublimationsverfahren werden im Vergleich zum Tintenstrahldruck in mehreren Durchgängen farbige Wachspartikel von Farbfolien auf das Papier gedampft und anschließend mit einer Schutzschicht quasi versiegelt. Die Hersteller bieten spezielle Kartuschen mit den Farbfolien sowie Spezialpapiere separat oder in Kits in typischen Fotoformaten an. Bei den Verbrauchsmaterialien sind Sie deswegen an den jeweiligen Hersteller gebunden. Generell gilt, dass die Thermosublimationsdrucker nur für kleinere Formate unterhalb von A4 ausgelegt sind. Die Kosten für das Einzelfoto liegen meistens über denen von Tintenstrahlern, da die Folien nicht mehr verwendet werden, auch wenn die Farbe noch nicht vollständig aufgebraucht ist. Außerdem drucken Thermosublimationsdrucker nicht auf Normalpapier.

Mit dem bloßen Auge sind in der Regel kaum nennenswerte Unterscheide zwischen Fotos von Tintenstrahlern oder Thermodruckern festzustellen. Nur dem geübten Auge offenbart sich, dass Tintenstrahler in puncto Auflösung und Detailschärfe die Nase vorn haben. Per Thermosublimation hergestellte Fotos wiederum sind sofort trocken, resistent gegen Verwischen und unempfindlicher gegen Sonnenlicht und Feuchtigkeit – ein Grund, weswegen hauptsächlich mobile Fotodrucker die Technik noch einsetzen.

Welches sind die günstigsten Drucker für Textdokumente?

Epson EcoTank ET-2500 Der Epson EcoTank ET-2500 ist beim Textdruck besonders preiswert (Bildquelle: epson.de)

Naturgemäß liegt die Stärke von Tintenstrahlern im Mischbetrieb, sie sind die eierlegenden Wollmilchsäue der Druckerwelt. Trotzdem liegt der Fokus eher auf dem Farbdruck und damit dem Bilderdruck. Wer vor allem Text ausdrucken will, liegt mit Lasern eigentlich immer besser. Doch was, wenn man genau diese Vielseitigkeit braucht und sowohl Fotos als auch Text gleichermaßen oft drucken muss? Dann sollte der Preis der Schwarzkartusche besonders niedrig ausfallen.
Ein Tipp sind hierbei auch die neuen Tintentank-Drucker, bei denen man keine teure Patrone mehr einsetzt, sondern aus einem Nachfüllfläschchen die Tinte in einen Tank einfüllt. Mittlerweile sind die Systeme so ausgereift, dass dem Verschütten von Tinte entgegengewirkt wird und die Druckqualität reicht für den Alltag vollkommen aus. An reinrassige Fotodrucker reichen sie zwar nicht heran – aber gerade für den häufigen Textdruck und gelegentlichen Bilddruck sind sie eine clevere Alternative. Dies gilt umso mehr als die Nachfüllpacks nicht nur preiswert sind, sondern locker 5x bis 10x so lange halten wie traditionelle Patronen!


Sie möchten erfahren, wie Sie am besten Druckkosten sparen können? Auf unserer Themenseite haben wir nützliche Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen vor und nach dem Druckerkauf dabei helfen, die Kosten flach zu halten.


Lösungsansätze für die Druckkostenmisere: Tintentank-Drucker und Abo-Modelle

Neben dem gängigen Einzelpatronensystem etabliert sich inzwischen auch das Modell der Tintentanks immer mehr am Markt, bei dem Tinte per Hand eingefüllt wird. Diese Tintentanks bieten eine enorme Kapazität. Da die Drucker mit Tintentank in der Regel teurer sind als herkömmliche Modelle, lohnt sich die Anschaffung eher für Vieldrucker.

von Janko Weßlowsky

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