Tintenstrahldrucker (A3): Teurer Großformat-Druckspaß

HP OfficeJet 7110 A3-Drucker sind oft an ihrer breiten Bauform zu erkennen (Bildquelle: amazon.de)

Wie bewerten Fachmagazine A3-Tintenstrahldrucker in ihren Testberichten?

Tintenstrahler mit Unterstützung fürs DIN-A3-Format unterscheiden sich in Hinblick auf die Druckqualität, welche in den Bewertungen der Testmagazine den wichtigsten Aspekt darstellt, grundsätzlich nicht von den Verwandten mit A4-Druckwerken. Im Vergleich zu Laserdruckern zeigen Tintenstrahler insbesondere beim Fotodruck ihre Stärken. Die hochauflösenden Druckwerke bringen auch kleinste Details sauber zu Papier – zumindest wenn man Fotopapier einsetzt. Da die meisten A3-Tintenstrahldrucker Multifunktionsgeräte mit Scan- und Kopierfunktion sind, spielt auch bei dieser Geräteklasse die Qualität dieser Funktionen eine wichtige Rolle. In Testberichten können hier aber fast alle Drucker durchweg überzeugen. Beim Kopieren machen sich die präzisen Tintenstrahl-Druckwerke positiv bemerkbar, sie besitzen heutzutage alle eine ausreichende Druckauflösung.

Sind Ausdrucke im A3-Format viel teurer?

Beim Farbdruck auf A3-Papier muss eine deutlich größere Fläche abgedeckt werden, was den Tintenverbrauch folglich steigert. Die Hersteller steuern hier etwas gegen und erreichen in Bewertungen der Tester gute Noten für die Seitenkosten, für die man aber den Druck auf A4-Papier als Bewertungsgrundlage hernehmen sollte. Wenn man Fotos im A3-Format drucken will, muss man sich auf lange Wartezeiten einrichten und mit einem ziemlich hohem Tintenverbrauch leben. Vor allem der Flächendruck verbraucht aufgrund der Tintenstrahltechnik enorm viel Tinte. Laserdrucker für DIN A3 sind dagegen im Consumer-Bereich nicht anzutreffen, zudem sind sie hinsichtlich ihrer Druckqualität im Foto- und Posterdruck einfach nicht die erste Wahl.

Und so können Sie trotzdem Kosten sparen

Das Nachfüllen von Tinte bei einem Epson EcoTank ET-7750 (Bildquelle: amazon.de)

Wenn Sie an Druckkosten sparen möchten, lohnt sich der Griff zu Modellen mit integriertem Tintentank. Bei ihnen wird keine einzelne Patrone eingesetzt sondern einfach flüssige Tinte in einen internen Tank nachgefüllt. Was früher mit viel Sauerei verbunden war, ist mittlerweile eine saubere und effektive Methode. Denn die Kosten sinken so auf einen Bruchteil der Patronenpreise. Außerdem besitzen diese Drucker, etwa die EcoTanks von Epson, eine viel höhere Reichweite. Sie müssen also auch viel seltener Tinte nachfüllen als gewohnt. Doch Achtung: Bei der Druckqualität haben diese Tintentank-Drucker noch immer im Vergleich das Nachsehen. Im Amateurbereich spielt dies keine Rolle mehr, Profis werden diesen kleinen Unterschied aber eventuell als störend empfinden.

Ausstattung: Fast immer multifunktional

Bei den meisten A3-Druckern handelt es sich um All-in-One-Geräte mit Flachbett- oder Einzugscanner. Diese bieten auch des Öfteren praktische Funktionen wie einen automatischen Dokumenteneinzug oder automatischen Duplexdruck, welcher aber häufig nicht im A3-Format funktioniert. Das ist wichtig und wird gerne übersehen, da bei diesen Druckern gerne mit Duplexdruck geworben wird, im Datenblatt dann aber ausdrücklich DIN A3 davon ausgenommen ist! Vereinzelt werden auch noch reine Drucker ohne Zusatzfunktionen angeboten. Diese fallen etwas kompakter als die wuchtigen A3-Multifunktionsdrucker aus, leiden aber häufig an Verarbeitungsschwächen. Der Installationsprozess ist bei den meisten Druckern heute schnell erledigt und gut dokumentiert und das Tauschen der Tintenpatronen gilt als einfach.

Die besten A3-Tintenstrahldrucker mit Duplexdruck:

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Epson WorkForce WF-7710DWF Sehr gut(1,0)
2 HP OfficeJet Pro 7720 Wide Gut(1,6)
3 Epson EcoTank ET-7750 Gut(1,8)

Autor: Gregor L.