Ratgeber Schwarz-Weiß-LaserdruckerFür viele Verbraucher sind Laserdrucker, die sich ausschließlich auf die Ausgabe von Schwarz-Weiß-Dokumenten und -Grafiken verstehen, eine verlockende Sache. Denn die Geräte gibt es schon ab 50, 60 Euro, und selbst in dieser Klasse darf eine gute Druckqualität erwartet werden. Doch spätestens, wenn der erste Toner aufgebraucht ist, beginnt oft (zurecht) das Jammern und Wehklagen. Die Seitenpreise dieser sogenannten Einsteigergeräte bleiben nämlich immer öfter hinter den eigentlichen Erwartungen zurück.

Marktdominanz beim S/W-Druck

S/W-Laserdrucker Typisches "Einsteigermodell": Kompakte Baumaße

Tintenstrahldrucker, die ausschließlich eine Schwarzpatrone besitzen, sind so gut wie ausgestorben. Das hat gute Gründe. Die Drucktechnik spielt ihre Vorteile nämlich hauptsächlich bei farbigen Ausdrucken aus, durch die Mischung der Farben lassen sich etwa gute bis hervorragende Fotoprints erzeugen. Tintenstrahler haben sich daher seit einigen Jahren darauf spezialisiert, S/W- und Farbdrucker in einem Gerät zu vereinen. Das Feld der Schwarz-Weiß-Drucke dagegen wurde den Laserdruckern überlassen – ebenfalls aus einem guten Grund. Laser liefern vor allem bei Texten und Grafiken ein sauberes, scharfes Druckbild, zudem sind die Ausdrucke sofort wasser- und wischfest. Wer hauptsächlich Dokumente dieses Typs auf dem Plan hat, liegt bei einem Laser daher prinzipiell nie falsch. Sogar in den unteren Klassen, also bei den sogenannten „Einsteigergeräten“, ist die Druckqualität mittlerweile sehr hoch.

Bumerang Folgekosten

S/W-Laserdrucker Ausbaufähig: Modell mit zweiter Papierkassette

Laser galten jahrelang aber auch als sparsam, was die Druckkosten betrifft. Das trifft auch nach wie vor zu, jedoch immer weniger bei den Einsteigermodellen. Diese Geräte werden zudem ebenfalls immer häufiger nur mit einem kleinen Starttoner ausgeliefert, sodass schon nach kurzer Zeit die Anschaffung eines Ersatztoners notwendig wird – und spätestens zu diesem Zeitpunkt entpuppen sich also auch die niedrigen Anschaffungskosten als Bumerang. Die Einsteigergeräte für wenig Geld lohnen sich daher mittlerweile in der Regel tatsächlich nur noch für relativ geringe Druckaufkommen. Sobald im Monat mehr als 100-200 Ausdrucke anfallen, amortisieren sich die Investition in ein teureres Gerät ab etwa 100 Euro aufgrund der niedrigen Folgekosten ziemlich schnell.

Wenn's schnell gehen soll: PCI oder Postscript-Drucker

S/W-Laserdrucker Modell mit zusätzlichem Flachbettscanner und Kopierer

Des Weiteren wird Laserdruckern eine hohe Druckgeschwindigkeit nachgesagt, was ebenfalls nicht falsch ist, aber eben nicht auf alle gleichermaßen zutrifft. Die Geräte müssen nämlich vor dem Druck die jeweilige Druckseite komplett berechnen, einen Job, den die sogenannten GDI-Modelle („Graphics Device Interface“) dem angeschlossenen Rechner überlassen. Je nach Hardware kann dies den PC, aber auch den Druckvorgang ausbremsen, vor allem auf die erste Seite muss in diesem Fall lange gewartet werden. Drucker dagegen, die sich die Rechenaufgabe entweder mit dem Rechner teilen („PCL“-Drucker, „Print Command Language“) oder sogar komplett übernehmen, („Postscript“-Drucker), sind in der Regel flotter unterwegs – natürlich abhängig von ihrer Hardware-Ausstattung (Prozessor, Arbeitsspeicher). Postscript-Drucker lassen sich ferner problemlos plattformübergreifend nutzen. Bei einem in einem Büroumfeld eingesetzten Drucker sollte also auf die Kenntnis der gängigen Druckersprachen geachtet werden.

Alternative: LED-Drucker

LED-Drucker unterscheiden sich von Laserdruckern nur in der Art der Belichtungseinheit, die in ihrem Fall von Leuchtdioden (LEDs) und nicht von einem Laser übernommen wird. Die Druckqualität beider Systeme ist in der Regel auf demselben hohen Niveau, LED-Geräte gelten aber als robuster und langlebiger, da ihre Mechanik weniger aufwendig ist. Oft sind sie auch kompakter. Wird der neue S/W-Drucker also stark beansprucht, lohnt sich ein Seitenblick auf entsprechende LED-Modelle auf jeden Fall.

Autor: Wolfgang