Schwarz-Weiß-Drucker: Domäne der Laserdrucker

 

Samsung S/W-Drucker Einfache Schwarzweißdrucker ohne Zusatzfunktionen punkten mit niedrigen Preisen und schnellem Drucktempo. (Bildquelle: amazon.de)

Wie werden Schwarz-Weiß-Drucker von Testmagazinen geprüft?

 

Reine Schwarz-Weiß-Drucker sprechen zwei Zielgruppen an: Genügsame Sparfüchse und Büro-Arbeiter. Drucker ohne Farbe sind fast durchgängig Laserdrucker, die von Testmagazinen vor allem in Bezug auf ihre Bürotauglichkeit geprüft werden. Neben vielen Multifunktionsgeräten inkl. Scan- und Kopierfunktion sowie Fax landen aber auch regelmäßig einfache monochrome Laserdrucker in den Testlaboren der Fachmagazine. Die monochrome Ausrichtung der S/W-Drucker ändert nicht viel an den Prioritäten der Tester: Die Druckqualität bleibt das A und O für die Bewertung des Gerätes. Selbst der monochrome Druck von Fotos wird von vielen Magazinen geprüft. Die Hersteller offenbaren in dieser Disziplin allerdings selten Schwächen, da selbst günstige Geräte bereits mit hochpräzisen Druckwerken ausgestattet sind. Deshalb können in Vergleichstests andere Aspekte über den Testsieg entscheiden. Gerade bei Bürodruckern wird oft Wert auf ein hohes Drucktempo gelegt. Das schnellste Tempo hi

lft aber nicht, wenn die Bedienung nervig ist oder die Verbrauchsmaterialien ständig die Aufmerksamkeit des Benutzers erfordern, weshalb auch der Bedienkomfort sowie der Funktionsumfang und Details wie die Größe des Papierfachs in die Bewertung mit hereinspielen. Die Druckkosten sind bei S/W-Druckern vergleichsweise niedrig, wobei die Anschaffung eines Toners aber eine größere Investition als der Kauf neuer Druckerpatronen darstellt.

Die Schwarz-Weiß-Drucker mit den geräumigsten Papierfächern

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 HP LaserJet Enterprise M604n
2 Lexmark MS826de Sehr gut(1,0)
3 Lexmark B2865dw

Lohnt sich der Kauf eines S/W-Druckers unter 100 Euro?

Monochrome, also S/W-Laserdrucker sind schon ab 50 Euro zu haben, und da der Kunde auch bei diesen Einsteigergeräten in der Regel ein sauberes Druckbild erwarten darf, werden sie häufig gekauft. Die Hersteller kompensieren allerdings in dieser Klasse immer häufiger die niedrigen Anschaffungskosten durch eigentlich für Laser untypisch hohe Seitenkosten, für Vieldrucker lauert hier also eine Kostenfalle. Zudem sollte auf die Erstausstattung geachtet werden. Toner mit einer niedrigen Reichweite sind immer häufiger die Regel, ein Nachkauf steht schon nach kurzer Zeit ins Haus und relativiert damit natürlich die Anschaffungskosten. Vieldrucker sollten daher in Testergebnissen auf diesen Punkt besonders achten. Ein teureres Modell mit einem großen Toner und tatsächlich niedrigen Fixkosten zwischen 1-3 Cent/Seite amortisiert sich in diesem Fall sehr schnell. Außerdem legt in der Region ab etwa 100 Euro auch die Hardware einen Zahn zu. Die Geräte sind meist schneller und natürlich auch besser ausgestattet, etwa mit Schnittstellen. Tipp: Bei Textdrucken fallen oft nur Konzepte/Entwürfe an, im Büroumfeld Dokumente, die lediglich für den internen Gebrauch bestimmt sind. Drucker mit einer automatischen Duplex-Funktion sparen hier Geld bares Geld, da sie das Papier zweiseitig bedrucken, und zwar ohne dass sich der Benutzer darum manuell kümmern muss.

Die schnellsten S/W-Laserdrucker

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Lexmark MS826de Sehr gut(1,0)
2 HP LaserJet Managed E60165dn
3 Kyocera Ecosys P3060dn

GDI, PCL, Postscript – Was ist das und brauch ich das?

Lasergeräte müssen das Druckbild einer Seite vor dem Druck komplett berechnen, und je nachdem, ob sie diese Arbeit dem Gerät selbst oder dem PC überlassen will, ergeben sich Unterschiede. Sogenannte GDI-Drucker („Graphics Device Interface“) überlassen dem PC diesen Job, was je nach Hardware den Rechner ausbremsen kann. Dafür sind sie spartanischer ausgestattet als ein Modell, das sich auf eine Druckersprache versteht, und daher natürlich erschwinglicher. Letztere dagegen teilen sich die Druckaufbereitung entweder mit dem PC („PCL“-Drucker, „Print Command Language“) oder nehmen sie ihm sogar komplett ab („Postscript“-Drucker). Das entlastet nicht nur den Rechner. Je nach Drucker-Hardware erfolgt die Berechnung sehr schnell, was die Wartezeit auf die erste Seite deutlich verkürzt und flotte Druckgeschwindigkeiten ermöglicht – hochwertige Modelle erreichen 35 Seiten/Minute und mehr. Ein S/W-Laser fürs Büro sollte sich also zumindest auf PCL verstehen, oft beherrschen Office-Geräte aber gleich mehrere beziehungsweise die gängigsten Druckersprachen, damit sie plattformübergreifend eingesetzt werden können.

LED-Drucker – eine erwägenswerte Alternative?

Das letzte Wort haben LED-Drucker. Sie unterscheiden sich von den Lasermodellen hauptsächlich in der Art der Belichtung, bei der die namensgebenden LEDs, also Leuchtdioden, eingesetzt werden. In der Druckqualität schenken sich Laser- und LED-Drucker daher meist nichts, weswegen es sich lohnt, sich in beiden Sparten nach einem geeigneten Drucker umzuschauen. LED-Drucker gelten nämlich als robuster und damit langlebiger als Laser, da sie weniger mechanische Bauteile mit Verschleißpotenzial besitzen.

Autor: Wolfgang