Sechs Farblaserdrucker, die sich entweder für Büros oder sogar für Heimanwender eignen, hat die Zeitschrift „PC Go“auf den Prüfstand geschickt. Testsieger wurde der Dell 2130cn, der allerdings auch den von „PC Go“ eigentlich gesetzten Preisrahmen deutlich sprengt. Auf Platz zwei landete der Lexmark C540n. Beide Drucker sind für den Heimeinsatz etwas überproportiniert, weswegen die Zeitschrift für diesen Einsatzort eher den Canon i-Sensys LPB5050n oder den „Spartipp“ Hewlett-Packard Color Laserjet CP1215 empfiehlt.

Der schon fast drastisch zu nennende Preisrutsch bei den Farblaserdruckern hat die Geräte zunehmend attraktiv für kleinere Büros oder sogar für den Einsatz auf dem heimischen Schreibtsich geamcht. Nach wie vor haben sie nämlich in puncto Wartung, Geschwindigkeit und mitunter Seitenpreisen Vorteile gegenüber eienm Tintenstrahler. Sogar der farbige Grafik- und Fotodruck ist – wenn auch noch mit Abstrichen – so ordentlich geworden, dass die mit ihnen produzierten Fotos Dekorationszwecken genügen können. Hochwertige Fotodrucke sind jedoch nach wie vopr die Domöne von Tintenstrahlern.

Im Test zeigte der Dell 2130cn in fast allen Belangen sehr gute bis gute Leistungen und klarer Testsieger. Der Single-Pass-Drucker mit großer Papierkassette (250 Blatt, optional 500) erreichte mit 20 Seiten einen hohen Durchsatz an Farb-/SW-Seiten pro Minuten, wobei die Seitenpreise mit 3 Cent recht niedrig ausfallen. Und wenn es auch mal nur schnell eine Seite sein soll, erweist sich der 2130cn als der fixeste Drucker in der Testrunde. An der Druckqualität wiederum fand „PC Go“ nichts zu beanstanden – dafür aber am Preis. Denn mit über 300 Euro sprengt der Drucker deutlich den Rahmen der im Test vertretenen Drucker, die ansonsten zwischen 160 und 240 Euro kosten.

Der Dell 2130cn nimmt jedoch aufgrund seiner Höhe relativ viel Platz in Anspruch – genau so wie der Lexmark C540n, der sich dahinter auf Platz zwei einreihte. Seine Leistungen waren bis auf die Druckgeschwindigkeit meistens eine Spur weniger gut,was sich in der Summe zu einem 10-Punkte-Abstand zum Dell-Modell addierte. So benötigte er mehr Zeit für die erste Seite, und auch bei komplizierten Druckjobs verlangt er vom Benutzer etwas mehr Geduld. Bemängelt wird auch ein gelegentlich auftretender leichter Farbstich beim Graustufenverlauf. Zu den Stärken des Druckers hingegen zählen insbesondere feine Linien, und auch farbige Präsentationen lassen sich mit ihm problemlos herstellen.

Während die Drucker von Lexmark und Dell eher für Büros konzipiert sind, eignen sich die drei Drucker auf den nachfolgenden Plätzen laut „PC Go“ auch für Heimanwender. Für knapp über 215 Euro erhält man zum Beispiel den Canon i-Sensys LPB5050n, der in den Tests vor allem mit seiner sehr guten Druckqualität (Text, Farbe, Foto) auffiel, allerdings nicht unbedingt der Schnellste war. Der Hewlett-Packard Color Laserjet CP1215 steht mit ihm jedoch technisch und leistungsmäßig fast auf einer Stufe, kostet dafür nur rund 160 Euro und wurde deshalb als „Spartipp“ der Redaktion ausgezeichnet. Punktabzug musste der Drucker hauptsächlich wegen seiner langsamen Druckgeschwindigkeit hinnehmen. Und wer, dies sei zum Schluss auch noch erwähnt, zu Hause relativ wenig Platz zur Verfügung hat und deshalb einen kompakten Farblaser sucht, trifft mit dem Konika Minolta Magicolor 1600W oder dem Samsung CLP-310n sicherlich keine schlechte Wahl. Ersterer empfiehlt sich vor allem als schneller S/W-Textdrucker und liefert auch beim Farbdruck eine gute Qualität,was wiederum auf den Samsung nicht zutrifft. Der kleinste Drucker im Test kann vor allem für S/W-Drucke eingesetzt werden, wobei man keine sehr hohen Ansprüche an deren Qualität haben sollte.