Drucker: Sechs Modelle für den Hausgebrauch im Direktvergleich

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FotodruckerAlle sechs Fotodrucker, die das Magazin „PC Praxis“ auf den Prüfstand geschickt hatte, produzierten im Test Fotos auf einem sehr hohen Niveau und sind deshalb uneingeschränkt für den schnellen, unkomplizierten Direktdruck zu Hause als Alternative zu einem Fotolabor zu empfehlen. Bei den beiden Thermosublimationsdruckern, die sich technisch sehr ähnlich sind, hatte der Sony DPP-FP95 wegen seiner besseren Ausstattung die Nase vorne. Unter den Tintenstrahldruckern wurde der Canon Pixma iP4600 Testsieger. Die Redaktion empfiehlt aber – sofern das Budget vorhanden ist – den Kauf des A3-Druckers Hewlett-Packard PhotoSmart B8550, da er mehr Optionen bietet.

Wer seine komplette Sammlung an Urlaubsbildern auf Papier bewundern möchte, fährt natürlich mit den günstigen Angeboten eines Fotolabors meistens billiger als mit dem Direktdruck zu Hause – mal abgesehen vom Zeitaufwand, den das Ausdrucken Hunderter von Fotos in Anspruch nähme. Doch Fotodrucker haben auch unbestreitbare Vorteile: Die Fotos sind schnell und vor allem sofort ausgedruckt, und die Medienvielfalt ist um einiges größer. Und benutzt man Spezialmedien, sind auch die Preise (ohne Medium) für ein Foto meist gleich hoch wie im Fotogeschäft.

Und der Fotofreund darf sich auch über ein großes Angebot an Druckern freuen, die Fotos mit einer sehr guten Qualität produzieren – die Tester fanden bei allen Geräten kaum etwas zu beanstanden. Dies gilt auch für die beiden Thermosublimationsdrucker Sony DPP-FP95 und Canon Selphy CP760, die sich aufgrund ihrer Größe optimal als mobile Drucker eignen und deswegen gerne auf Familenfesten oder ähnlichen Feiern zum Einsatz kommen. Die Drucker sind technisch nahezu identisch, weswegen sich auch keine Qualitätsunterschiede feststellen ließen. Im direkten Vergleich punktet aber der etwas teurere Sony mit der besseren Ausstattung wie einem größeren Display, mehr Optionen zur Bildkorrektur sowie der HDMI-Schnittstelle, über die die Bilder „live“ am TV vorgeführt werden können.

Unter den Tintenstrahldruckern wiederum bot laut „PC Praxis“ der Canon Pixma iP4600 die beste Fotodruckqualität – wobei die Konkurrenten nur wenig in der Qualität dahinter zurück blieben. Der Canon lieferte aber darüber hinaus auch sehr gute Textdrucke ab und bewies damit die beste Alltagstauglichkeit. Nur wer fast ausschließlich Fotos ausdrucken möchte und selten Textdokumente, sollte sich den Epson Stylus Photo R285 zulegen. Das Schriftbild des Textdrucks ließ, wie es „PC Praxis“ formuliert, „sehr zu wünschen übrig“, und auch in puncto Geschwindigkeit lahmte der Drucker. Alltagstauglich, das heißt ebenfalls für Textdrucke geeignet, sei hingegen auch der Hewlett-Packard Photosmart D5460. Beim Fotodruck dank Einzeltinten auf „Top-Niveau“ angekommen, waren die Textdrucke jedoch etwas schlechter als beim Pixma iP4600. Von Vorteil wiederum ist beim HP die Möglichkeit, direkt von der Kamera zu drucken.

Mit einem Preis von rund 350 Euro ist der Hewlett-Packard PhotoSmart B8550 etwa dreimal so teuer wie die drei Konkurrenten – doch einer der günstigsten A3-Drucker, die derzeit erhältlich sind. In der Druckqualität und der Geschwindigkeit sowie beim Textdruck präsentierte er sich auf dem Niveau des „kleinen“ HP. Unbestreitbar ist jedoch der Mehrwert, den das größere Display sowie eben die A3-Drucke bieten – Fotos in dieser Größe machen sich in einem Rahmen an der Wand sehr gut, und die Auswahl der bedruckbaren Medien, darunter auch Fine-Art-Papiere, ist um einiges größer. Wer es sich leisten kann, etwas mehr Geld für einen Fotodrucker auszugeben, sollte sich deshalb, so der Tipp von „PC Praxis“, den B8550 anschaffen.

Die Testfazits der sechs Fotodrucker finden sie aufgeteilt nach der in ihnen zum Einsatz kommenden Technik hier (Thermosublimationsdrucker) oder hier (Tintenstrahldrucker). Der komplette Testbericht wiederum dürfte für all diejenigen sehr interessant sein, die außer den Testergebnissen/-fazits Tipps zum Umgang/Drucken mit Photoshop, über die Herstellung von Postern oder zu Fine-Art-Papieren suchen – denn auch darüber berichtet „PC Praxis“ in seinem Testbericht.

Autor: Wolfgang