Worauf achten Tester bei Bürodruckern?

Samsung Xpress M2885FW Ein klassischer Bürodrucker: Hübsch geht anders, die Leistungsdaten haben es aber in sich (Samsung Xpress M2885FW; Bildquelle: amazon.de)

Im Fokus von Bürodruckern steht ganz klar die Produktivität: Der Drucker muss schnell und zuverlässig arbeiten, und das ohne Beaufsichtigung möglichst über lange Zeiträume hinweg. Dabei soll der Textdruck gestochen scharf ausfallen, während naturgemäß die Fotoqualitäten nicht so sehr im Mittelpunkt stehen, da im Büro vor allem Dokumente mit maximal einigen Grafiken gedruckt werden. Entsprechend konzentrieren sich Testmagazine auf diese drei Hauptdisziplinen Geschwindigkeit, Dauerlast und Produktivitätsfunktionen.

Was die Geschwindigkeit anbelangt, gelten Drucker ab einem Seitendurchsatz von etwa 30 Seiten je Minute als richtig flotte Modelle, die auch den Ansprüchen größerer Büros standhalten können. Wichtig ist dabei auch die Kürze der Aufwärmphase, also nach welchem Zeitraum nach dem Einschalten tatsächlich die erste Seite ausgedruckt wird. Dazu verraten die Hersteller deutlich weniger verlässliche Zahlen, umso spannender ist hier der Blick in die Testmagazine. Größer als 30 Sekunden sollte diese Phase eigentlich nicht sein, hier haben wie so oft im Büroumfeld die Laserdrucker die Nase vorn. Diese Geschwindigkeit muss ein Bürodrucker zudem über lange Zeit als Dauerbelastung halten können. Als Grenze gelten hier grob 1.000 Seiten im Monat für kleinere Büros, Arbeitsgruppendrucker sollten dagegen ruhig für 3.000 bis 5.000 Seiten ausgelegt sein. Das ist nicht zu verwechseln mit der Reichweite: Sie bemisst sich anhand der Größe der Kartuschen / Toner. Hier sind bei Tintenstrahlern 1.000 Seiten eine gute Marge, bei Lasern sind 5.000 Seiten und mehr schaffbar.

Schlussendlich blicken die Testmagazine auf all die schönen Zusatzfunktionen, die das Arbeiten mit einem Drucker im Office-Einsatz erleichtern. Dazu zählen vor allem die Duplex-Funktionen: Der Drucker muss nicht nur automatisch beidseitig drucken, sondern dabei auch die Geschwindigkeit halten können. Vorsicht vor dem Codewort "manuelles Duplex", hier muss der Nutzer die Seiten nach dem Bedrucken der Frontseite selbst wenden – im Bürobetrieb unzumutbar. Ferner lohnt ein genauer Blick in die Produktbeschreibung: Abzüge geben Testmagazine nämlich auch für Geräte, die zwar Duplex-Druck, aber keinen Duplex-Scan bieten. So kann der ADF-Dokumenteneinzug zwar oft automatisch Papierstapel einziehen, er wendet die Seiten aber nicht. Interessant ist hierbei auch das Papiermanagement: Wie viele Seiten kann das Gerät vorhalten, und wie gut ist diese Logistik erweiterbar? Schlussendlich stehen auch die Anschlussmöglichkeiten im Fokus, also ob das Drucken direkt vom Smartphone oder USB-Stick möglich ist, und wie der Drucker selbst ins Netzwerk eingebunden wird.

Laserdrucker oder Tintenstrahler?

Epson WorkForce Pro WF-5620DWF Garantiert auch als Tintenstrahler günstige Seitenpreise: Epson WorkForce Pro WF-5620DWF (Bildquelle: amazon.de)

Lange Zeit galten Tintenstrahler als untauglich für den Büroeinsatz: zu langsam, zu teuer im Unterhalt, zu geringe Reichweite. Das hat sich zumindest in Teilen gewandelt. Laserdrucker haben noch immer einen spürbaren Geschwindigkeitsvorsprung, aber für kleinere Arbeitsplätze mit mäßigem Druckvolumen kann nun ein Tintenstrahler die bessere Wahl sein. Denn ein Laser mag zwar einen Tick preiswerter je Seite drucken, gleichwohl fallen durch Verschleißteile wie Fototrommel und Transfereinheit hohe Wartungskosten an, die es bei einem Tintenstrahler nicht gibt. Vor allem Epsons Workforce-Pro-Baureihe liegt mittlerweile sehr nah am Kostenfaktor von Lasern, bietet dafür aber einen besseren Farbdruck und kann mit einem Zehntel der Stromkosten betrieben werden.

Selbst bei der Geschwindigkeit gibt es im Profibereich mittlerweile konkurrenzfähige Geräte. HP bietet Hochleistungsdrucker in der PageWide-Reihe, die dank feststehender Druckköpfe 70 Seiten je Minute ausspucken können. Noch bewegen sich diese Drucker in astronomischen Preisregionen und sind zumindest für kleinere Büros nicht attraktiv, doch die Entwicklung zeigt deutlich eine Angleichung beider Technologien in ihren Leistungsparametern.

Die besten Farbdrucker für den Büroeinsatz

  1. HP PageWide Pro 477dw
    40 Seiten/min
    HP PageWide Pro 477dw
    • Sehr gut 1,3
  2. Samsung ProXpress C4060FX
    40 Seiten/min
    Samsung ProXpress C4060FX
    • Sehr gut 1,5
  3. Lexmark MC2640adwe
    38 Seiten/min
    Lexmark MC2640adwe
    • keine Tests

Gibt es Bürodrucker, die auch A3 beherrschen?

Ansicht des Kyocera TASKalfa 250ci von schräg vorne rechts Kyocera TASKalfa 250ci: Machtvoll, A3-fähig und entsprechend klobig (Bildquelle: germany.kyocera.com)

Tatsächlich ist der A3-Druck eher eine Domäne der dedizierten Fotodrucker. Es gibt aber auch zahlreiche Office-Drucker, die das A3-Format beherrschen. Dabei wird das A3-Blatt in der Regel über einen Dokumenteneinzug zugeführt, im Einzelblattmodus. Und selbst Geräte, die das A3-Papier verarbeiten können, können dieses dann aber nicht im Duplex-Verfahren beidseitig vollautomatisch bedrucken. Da ist dann erneut manuelle Hilfe erforderlich.

Wichtig ist für einen Bürodrucker aber, dass das Papier standardmäßig in einem Fach vorrätig gehalten werden kann, damit man eben nicht permanent nachlegen muss. Und in dieser Hinsicht gibt es dann doch deutlich weniger Auswahl am Markt. Meist handelt es sich dabei um teure Laserdruckertürme mit mehreren verschiedenen Papierfächern etwa von Kyocera oder Oki, die naturgemäß durch das A3-Format auch viel Standfläche verbrauchen. Wer nicht regelmäßig auf A3 druckt, sollte daher eher zur einfachen Variante mit externer Zuführung greifen.

Die besten Bürodrucker, die A3 bedrucken können

Autor: Janko