Auch im digitalen Zeitalter sind Drucker kaum aus unserem Alltag wegzudenken. Die Wahl des richtigen Geräts entscheidet dabei darüber, ob sich der Drucker eher wie ein notwendiges Übel oder eine echte Bereicherung anfühlt. Im Folgenden zeigen wir besonders starke Produkte, geben einen Überblick über die Druckertypen und erklären, wie die Qualität von Druckern in Tests geprüft wird.

Wie bewerten Testmagazine Drucker in ihren Testberichten?

Reine Fotodrucker wie Canons Pixma Pro-100S bieten eine höhere Druckqualität als Standardgeräte. (Bildquelle: canon.com)

Im Vordergrund eines jeden Drucker-Tests stehen zwei Dinge: die Druckqualität sowie die Folgekosten. Dazu fertigen Tester Ausdrucke an und bewerten deren Qualität – sowohl in Sachen Schwarzdruck als auch Farb- und Fotodruck. Baubedingt schneiden Laserdrucker beim S/W-Druck meist exzellent ab, patzen dafür beim Farb- bzw. Fotodruck. Tintenstrahler liefern bessere Ergebnisse beim Fotodruck ab, sofern man spezielles Fotopapier verwendet.

Die besten Fotospezialisten


Drucktempo: Wichtig vor allem im Büro

Die Druckgeschwindigkeit nimmt zusätzlich Einfluss auf die Qualität-Noten vieler Testmagazine. Sie wird in Seiten pro Minute angegeben. Da Hersteller diesbezüglich oft die reine Druckzeit angeben, aber die Verarbeitungszeit des Druckprozesses am Computer außer Acht lassen, stellen Tester in Testberichten Ergebnisse fest, die sich mitunter von Herstellerangaben unterscheiden. Insbesondere bei Geräten, die für den Office-Einsatz konzipiert sind, nimmt die Geschwindigkeit einen hohen Stellenwert in den Bewertungssystemen der Tester ein.

Die schnellsten Textdrucker

  1. HP LaserJet Enterprise M612dn
    71 Seiten/min
    HP LaserJet Enterprise M612dn
    • ohne Endnote

  2. Lexmark MS826de
    66 Seiten/min
    Lexmark MS826de
    • Sehr gut

      1,0

  3. Xerox VersaLink B610DN
    63 Seiten/min
    Xerox VersaLink B610DN
    • ohne Endnote


Multifunktionsdrucker: Komfortabel und schnell Scannen und Kopieren

Flachbettscanner unter ADF-Einzug Unter dem automatischen Dokumenteneinzug versteckt sich in der Regel ein Flachbettscanner. (Bildquelle: hp.com)

Sobald es sich um ein Multifunktionsgerät handelt, bewerten Tester die Qualität und Geschwindigkeit von Kopien in Schwarzweiß und in Farbe sowie die Leistung des verbauten Scanners. Als besonders praktisch erweisen sich jene Multifunktionsdrucker, deren Scanfunktion auch einen automatischen Dokumenteneinzug unterstützt. Dies erleichtert den Scan mehrseitiger Dokumente immens.
Unter den Druckern mit ADF heben sich diejenigen Geräte noch einmal ab, die automatisch beidseitig scannen und drucken können (Duplex-ADF). Bei normalem ADF-Einzug muss die Vorlage manuell gewendet werden. Arbeitsgruppen mit hohem Scan- und Kopieraufkommen sollten unbedingt einen Multifunktionsdrucker mit ADF-Einzug nutzen.

Die besten Drucker mit automatischem Dokumenteneinzug (ADF)

  1. Brother MFC-J6947DW
    Brother MFC-J6947DW
    • Sehr gut

      1,3


Druckkosten: Laserdrucker weiter im Vorteil, aber Tintentank auf dem Vormarsch

Tintentank-Drucker können selbst mit Tinte befüllt werden. (Bildquelle: Amazon.de)

Die Kosten-Bewertung richtet sich ebenfalls nach der Bauart des Druckers. Viele Tintenstrahl-Drucker verwenden einfache Farbpatronen, die mit der Zeit eintrocknen können. Zudem verbrauchen nicht immer notwendige, aber automatisierte Reinigungsvorgänge zusätzliche Tinte. Das sorgt für Unmut bei Testern. Besonders teuer wird es, sobald ein Gerät eine Kombipatrone besitzt, also alle Druckfarben außer vielleicht Schwarz in einer einzelnen Patrone aufbewahrt werden. Sobald beispielsweise die Cyan-Tinte leer ist, muss die gesamte Patrone ausgetauscht werden. Einzelfarbpatronen sind dahingehend günstiger – und umweltfreundlicher.
Laserdrucker müssen sich nicht reinigen und sind nicht von Eintrocknen betroffen. Daher sind diese nur schwer mit Tintendruckern zu vergleichen. Eine Ausnahme bilden Drucker mit Tanks für flüssige Tinte (Tintentankdrucker), wie zum Beispiel die Geräte aus der Ecotank-Serie von Epson. Diese besitzen große Tintentanks, die man selber mit flüssiger Tinte befüllen kann. Auch bei Laserdruckern kommen selbst nachfüllbare Tonerkartuschen in Mode.

Wie Sie beim Drucken weniger Tinte verbrauchen können und wie viel eine Seite kostet, erfahren Sie auf unserer Themenseite Druckkosten sparen.

Standby-Verbrauchswerte sind entscheidend


Ein Drucker sollte nach EU-Norm im ausgeschalteten Zustand weniger als 0,5 W verbrauchen.


Während dieser Wert natürlich (fast) immer eingehalten wird, fallen die Unterschiede im Ruhe- bzw. Standby-Modus etwas größer aus. Die kurzweiligen Verbrauchsspitzen beim Drucken oder Kopieren selber sind weniger relevant in den Augen der Tester.

Drucker mit besonders niedrigem Standby-Stromverbrauch

  1. Canon Pixma Pro 200
    0,2 W
    Canon Pixma Pro 200
    • Sehr gut

      1,0

  2. Canon Pixma TR4550
    0,2 W
    Canon Pixma TR4550
    • Befriedigend

      3,4

  3. Canon Pixma TS8250
    0,3 W
    Canon Pixma TS8250
    • Gut

      2,3


Was muss ein guter Drucker für das Homeoffice können?

Da im Homeoffice meist wenige Personen auf einen Drucker zugreifen, ist die Druckgeschwindigkeit nicht so entscheidend, wie in einem Großraumbüro, in dem sich Warteschlangen am Drucker bilden können. Hier ist die Ausstattung ein wichtiger Faktor. Besonders eine Netzwerkanbindung ist praktisch für das heimische Aufstellen, denn mittels WLAN-Funktion kann man den Drucker auch kabellos bedienen. So kann man den Drucker an zentralem Ort aufstellen und auch aus einem anderen Zimmer ein Dokument in Auftrag geben. Auch kabelloses Drucken vom Smartphone oder Tablet werten Testmagazine positiv – besonders, wenn dies nahtlos und ohne Probleme geschieht. Hierfür hat sich der NFC-Standard etabliert, der inzwischen auch bei vielen Oberklassesmartphones und Tablets integriert ist. Da in einem heimischen Büro meist nicht so häufig gedruckt wird, wie es in einem Großraumbüro der Fall ist, sollte die Tinte auch nach mehrwöchigem Nichtbenutzen nicht eintrocknen.

Weitere Tipps rund um das Thema HomeOffice finden Sie auf unserer Themenseite.