372Die Verwendung von billigen Normalpapieren bei einem Fotodrucker kann ein teures Vergnügen werden. Das Papier saugt sich nämlich voll und damit die Farbtintentanks unverhältnismäßig schnell leer. Günstigere Verbrauchskosten liefern Glossy-Papiere, die nicht nur für Fotos, sondern auch für Textdrucke herangezogen werden sollten. Die beste Qualität für Fotos versprechen die Spezialpapiere der Hersteller, die allerdings häufig verhältnismäßig teuer sind. Ein regelmäßiger Blick in Testmagazine hilft dabei, günstigere Alternativen auszuspähen.

shop_permaseal_page_27Eine weitere Gefahr droht speziell Fotos speziell von Tintenstrahldruckern durch das UV-Licht. Im Vergleich mit Laborabzügen schneiden die selbstproduzierten Fotos nicht selten schlechter in Sachen UV-Beständigkeit ab – obwohl die Hersteller für ihre Spezialtinten mit einer hohen Resistenz gegen das Ausbleichen werben. Die Vivera-Tinte von HP sowie die Ultra Chrome K3-Tinten etwa sollen besonders langlebige, farbstabile Fotos liefern. Wer sicher gehen will, dass seine Fotoschätze auch nach Jahren noch ansehnlich strahlen, kann sie zusätzlich mit Fixiersprays behandeln. Ein günstiges „Hausmittel“ ist auch normales Haarspray, das ebenfalls Schutz gegen UV-Licht, Beschädigungen durch spitze Gegenstände oder unschöne Fingerabdrücke bietet.

159299Fotos gewinnen noch mehr an Format und Effekt, wenn sie auf so genannten Fine-Art-Papieren ausgedruckt werden, die sich in Material und/oder Struktur von den normalen Glossy-Papieren unterscheiden. Fine-Art-Papiere gibt es hauptsächlich in drei Arten. Mattes Fine-Art-Papier hat eine glatte oder eine strukturierte Oberfläche. Auf glattem Papier kommen zum Beispiel Porträts, auf grobem Gemälde besser zum Ausdruck. Glossy-Fine-Art-Papiere wiederum bestehen aus beschichteter Zellulose/Baumwolle und werden in den Arten Satin, Semi- oder Hochglänzend angeboten. Das Papier ist meistens dicker als matte Fine-Art-Papiere (285 bis 325 g/m², matt: 190 bis 460 g/m²).

barytBaryt-Papiere wiederum enthalten Bariumsulfat und zeichnen sich durch einen besonderen reflektierenden Glanz, eine große Farbtiefe und Bildschärfe aus. Canvas-Art-Papiere schließlich bestehen aus Hanf, Baumwolle oder Leinen, außerdem gibt es noch Aquarellpapiere und aus Textilien hergestellte Hadernpapiere, deren Körnung jeweils einen Effekt im Foto erzeugt. Gedruckt werden kann aber auch noch auf den klassischen Bütten- und Pergamentpapieren.

Zu den prominenten Herstellern von Fine-Art-Papieren zählen Sihl, Hahnemühle und Data Becker.

Autor: Wolfgang