Multifunktionsdrucker: MuFus um 100 EUR

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MultifunktionsdruckerMultifunktionsdrucker unter 100 Euro sind keine Schnäppchen. Eine durchweg gute Leistung, so das Fazit der Zeitschrift „c't“ nach einem Test von sieben Modellen unter 100 Euro, bot keines der Testkandidaten. Vielmehr bleibe den Käufer nichts anderes übrig, als das Modell mit den wenigsten Nachteilen auszusuchen. Besonders dreist sind die Tintenpreise. Hier lobt die Zeitschrift ausschließlich Kodak für den ESP 3, dessen Tinte relativ günstig sei. Mit XL-Patronen drucke auch der Hewlett-Packard DeskJet F2280 recht billig, dafür ist sein Scanner schlecht. Wem diese Funktion wichtig ist, sollte lieber den Canon Pixma MP190 wählen. Gute Fotos wiederum erreicht man mit dem Epson Stylus SX105 – doch der Scanner des Gerätes fiel glatt durch.

Anschaffungspreise von unter 100 Euro spielen den Lockvogel, mit den Tintenpatronen erwirtschaften die Hersteller ihren Gewinn und lassen das Schnäppchen auf Dauer zu einem recht teuren Vergnügen werden. Dazu ist das Drucktempo alles andere als berauschend, und Qualität sieht in den meisten Fällen auch anders aus. Die Liste der von „c't“ zusammen getragenen Mängel ist lang, und so spricht das Magazin auch unumwunden von einer „Enttäuschung“, nachdem alle sieben Multifunktionsdrucker den Test absolviert hatten.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, und die große Ausnahme bei den Tintenpreisen ist laut „c't“ der Kodak ESP 3. Der Drucker liegt beim Anschaffungspreis zwar an der oberen Grenze (aktuell: 90 Euro). Doch für Vieldrucker rentiert sich der Aufpreis zu den günstigsten Testexemplaren durch die günstigen Seitenpreise. Ermittelt nach DIN-ISO 24711, kostet eine A4-Seite 6,9 Cent, ein Foto 14,9 Cent. Zum Vergleich: Kein anderer Drucker blieb unter 10 Cent. Der Lexmark X2650 schoss mit 32,4 Cent den Vogel ab, der Dell V105 folgte ihm mit 24,5 Cent auf dem Fuß, und in dessen Windschatten bekleckerte sich der HP DeskJet F2280 (mit Standardpatrone) mit 21,7 auch nicht gerade mit Ruhm. Bei den Foto-Preisen sah das Ergebnis ähnlich dramatisch aus: Die Preise des Kodak wurden locker verdoppelt oder verdreifacht. Da der ESP 3 auch eine Qualität bei einem recht flottem Arbeitstempo ablieferte, kann man ihn als (wie bei „c't“ üblich) zwar nicht extra gekennzeichneten, aber doch heimlichen Testsieger betrachten.

Der DeskJet F2280 machte seine Schlappe mit den Standardpatronen immerhin bei der Verwendung der XL-Patronen etwas wett (12,4 Cent), eignet sich aber trotzdem nur bedingt für Vieldrucker, speziell für solche die nicht über eine asiatisch inspirierte Geduld verfügen - der Drucker war zum Teil 20mal langsamer als die Konkurrenz und lässt beispielsweise seinen Besitzer bei einem A4-Foto geschlagene 26 Minuten warten. Die Qualität im Sechsfarbbetrieb war laut „c't“ „brauchbar“, die UV-Beständigkeit der Fotos gut. Das Gerät scanne dagegen nur „mäßig“ - bei dieser Funktion überzeugte der Canon Pixma MP190. Seine Scanner-Software reiche an professionelle Produkte heran, und auch die Scans waren in puncto Schärfe, Farben und Tiefe gut. Die Druckkosten hielten sich mit den großen Patronen in Grenzen, der Drucker ist jedoch sehr laut und schwächelte beim Fotodruck.

Gerade umgekehrt lagen die Dinge beim Epson Stylus SX105. Der Scanner fiel im Praxistest durch, auch die Kopien waren schlecht. Dafür punktete der Epson bei den Foto-Tests, insbesondere beim Druck auf Normalpapier. Aber auch bei ihm gilt: Üben Sie sich vorher schon einmal in Geduld, und nehmen Sie zum Kopieren Ohropax mit.

Die Testergebnisse des Brother DCP-145C und Dell V105 können Sie in Kurzform in den Testfazits nachlesen. Sollten Sie jedoch ernsthaft über den Kauf einer der sieben Testkandidaten nachdenken, empfiehlt sich auf jeden Fall die Lektüre des kompletten Tests – denn einen durchgängig guten Drucker konnte „c't“ im Test nicht ausmachen. Den kompletten Test können Sie deshalb hier herunterladen. Und wenn Sie nach dem Lesen der Meinung sind, dass Sie (wozu c't“ Ihnen rät) doch 30 oder 50 Euro mehr ausgeben wollen, finden Sie im „c't“-Test mit Multifunktionsdruckern ab 100 Euro garantiert ein gutes und rundum brauchbares Gerät (Komplett-Download.

Autor: Wolfgang