Was verraten Tests über A3-Multifunktionsdrucker?

Brother MFC-J6930DW Eine Domäne der Brother-Geräte: Die Kombination aus Multifunktionsgerät und A3-Papierhandling (Bildquelle: amazon.de)

A3-Drucker sind in einer Vielzahl von Ausprägungen zu finden, auch gängige Multifunktionsdrucker beherrschen das größere Papierformat oftmals. Das zusätzliche Scan-/Kopiermodul erlaubt es zum Beispiel, größere Vorlagen zu digitalisieren, ein Mehrwert, der vor allem im Home-Office- beziehungsweise Büroeinsatz gern gesehen ist. Doch genau an diesem Punkt sollte das Datenblatt des jeweiligen Geräts genau studiert werden. Denn leider ist mit „A3“ nicht immer durchgängig auch das Format A3 gemeint. In Testberichten wird gerne auf eine "Zweiklassengesellschaft" bei den Druckern hingewiesen: Nicht jedes als A3-Drucker ausgewiesene Gerät besitzt nämlich eine Scanfläche in diesem Format, sondern stellt für Scans nur einen Flachbettscanner im A4-Format zur Verfügung.

A3-Scans müssen daher in diesem Fall über die Software aus zwei A4-Hälften „zusammengebastelt“ werden, was mitunter entsprechend aufwändig sein kann. Sollen zum Beispiel häufig Bücher gescannt werden, ist eine A3-Fläche eindeutig komfortabler. Dasselbe gilt für den Einzug. Auch hier lassen sich nicht immer Vorlagen im A3-Format einziehen. Darüber hinaus sind Duplex-Einzüge, die automatisch Vorder- und Rückseite der Vorlage verarbeiten können, ebenfalls in der Regel auf A4 beschränkt. Entsprechende Geräte mit A3-Einzug bewegen sind dann definitiv nicht mehr in der 150-Euro-Klasse, sondern eher schon bei 300 bis 400 Euro – und sie sind richtig rar.

Gibt es auch beim Drucken Einschränkungen zu beachten?

Auch beim Druckwerk bedeutet A3 nicht dasselbe für jeden Drucker: Denn nicht jedes Gerät, das A3 drucken kann, beherrscht diese Kunst im papiersparenden Duplex-Modus (beidseitiger Druck). Ein genauer Blick in das Datenblatt sollte also auch hier Pflicht sein. Nicht weniger wichtig ist die Papierzufuhr. Wer nur ab und an ein paar Seiten in A3 drucken möchte, kommt mit einem Einzelblatteinzug in diesem Format mit Sicherheit klar.

Fallen regelmäßig größere Mengen an, ist eine Papierkassette für das A3-Papier zweifelsohne die bessere, weil komfortablere Wahl. Aber auch hier gilt es zu differenzieren. Hochwertige, meist für den Büroeinsatz gedachte Drucker verfügen nämlich gleich über mehrere Papierkassetten für unterschiedliche Formate. So muss beim Wechseln von A4 zu A3 nicht vorher extra das Papier ausgetauscht werden.

Die besten A3-Multifunktionsdrucker mit ADF


Was muss ich beim Fotodruck mit A3-Druckern beachten?

Brother MFC-J4625DW Beherrscht den A3-Fotodruck in guter Qualität, kann aber auch nur in A4 scannen: Brother MFC-J4625DW (Bildquelle: amazon.de)

Großformatige Ausdrucke spielen im Fotobereich eine wichtige Rolle. Für (ambitionierte) Hobby-Fotografen sind daher Multifunktionsdrucker mit mehreren Tintenpatronen interessant, die zusätzlich Fotos im A3-Format ausgeben können. Die maximale Patronenzahl guter Geräte liegt hier derzeit bei sechs Farbpatronen, mit denen sich Posterdrucke in Laborqualität herstellen lassen. Die zusätzlichen Farben ergänzen die bekannten drei Grundfarben (und Schwarz) noch um verschiedene Grautöne oder sogenanntes Fotoschwarz mit besonders intensiver Farbtiefe.

Bei den Top-Modellen unter den Fotodruckern jedoch handelt es sich durch die Bank nicht um Multifunktionsdrucker, sondern um reine Drucker. Ausgestattet mit sogar mehr als sechs Tintenpatronen, ermöglichen sie Fotodrucke bis zum Überformat A3+ (32,9 x 48,3 Zentimeter statt "nur" 29,7 x 42 Zentimeter) – auch hier trifft also die Grundaussage dieses Artikels zu: A3 ist nicht immer A3, im Fall der echten Fotodrucker sind sogar ein paar Quadratzentimeter mehr Druckfläche drin.

Für eine bessere Farbdarstellung: Die A3-Fotodrucker mit den meisten Einzelpatronen

  1. Canon PIXMA TS9550
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    Canon PIXMA TS9550
    • Gut 2,3

Autor: Janko