Autoradios: Kenwood siegt in der Spitzenklasse

  • Kenwood siegt in der Spitzenklasse
  • Alle Filter aufheben

top-test-4-autoradiosVor zehn Jahren waren Freisprechanlagen teuer, kompliziert einzubauen und dank Handy-Halterung nicht wirklich flexibel. Mittlerweile hat sich in diesem Bereich einiges getan: Die Anlagen sind nicht nur technisch besser geworden, sondern verstehen sich dank Funkverbindung mit jedem Bluetooth-Handy. Doch die vier von der Zeitschrift „autohifi“ getesteten Autoradios haben noch mehr zu bieten:

Freunde erwachsener Klänge werden sich über die DSP-Ausstattung des Kenwood KDC-BT8044U freuen. Hier gibt es vor allem Lob für die Laufzeitkorrektur, mit der man jeden Kanal um maximal 440 cm verzögern kann. Obendrein lassen sich über drei Vorverstärkerausgänge zusätzliche Endstufen anschließen, wobei die ausgehenden Signale über eine integrierte Aktivweiche gefiltert werden können. Mit an Bord sind ein grafischer 5-Band-Equalizer und ein zusätzlicher Equalizer mit 22 vordefinierten Einstellungen. Letztgenannter ist ausschließlich für die Musikwiedergabe vom iPod zuständig. Der iPod wird per USB angeschlossen, die Steuerung funktioniert reibungslos und sehr flott. Über ein 3,5 mm-Klinkenkabel an der Rückseite des Kenwood lässt sich außerdem ein tragbares Abspielgerät ankoppeln. Mit Blick auf die Bluetooth-Funktion spricht der Redakteur von einer „sehr guten“ Sprachqualität über das externe Mikrofon. Das KDC-BT8044U ist ferner in der Lage, per Bluetooth und A2DP Musik von einem Handy wiederzugeben, wobei sich das Mobiltelefon bei der Wiedergabe sogar über die Tastatur des Radios steuern lässt. Neben der optischen Erscheinung des zeitlos eleganten Autoradios überzeugt auch der Klang: Die Auflösung ist sehr fein, die Wiedergabe im Bassbereich sauber. Weitere Pluspunkte gibt es für den Radioempfang, der auch unter „widrigen Umständen“ stabil blieb. Das Kenwood bekommt 74 von 100 möglichen Punkten und sichert sich damit den Testsieg.

Klanglich liegt das Kenwood mit dem JVC KD-R 901 auf Augenhöhe. Der Zweitplatzierte beherrscht verschiedene Musikformate, konkret nennt man MP3-, AAC-, WAV- und WMA-Dateien, letztere sogar mit Kopierschutz. Die Dateien werden über zwei USB-Schnittstellen abgespielt. An die Schnittstellen lassen sich auch Festplatten, ein iPod oder ein iPhone anschließen. Beim Anschluss eines Apple-Players hat man die Wahl, ob das Gerät mit den Radiotasten oder über die iPod-Bedienelemente gesteuert werden soll. Das KD-R 901 spielt außerdem Musikdateien vom Handy, die es per Bluetooth entgegennimmt und bietet die Möglichkeit, einen tragbaren MP3-Player über den AUX-Eingang an der Vorderseite anzuschließen. In Sachen Freisprechfunktion gibt es ebenfalls keinen Anlass zur Kritik: Die Sprachqualität ist ordentlich, das als „Pairing“ bezeichnete Koppeln von Radio und Mobiltelefon funktioniert reibungslos. Für externe Verstärker hält das JVC zwei Paar Cinch-Ausgänge und einen zusätzlichen Subwoofer-Vorverstärker-Ausgang bereit. Dank fein auflösendem und farblich variablem Dot-Matrix-Display gefällt das Autoradio zu guter Letzt auch optisch. Die Redaktion vergibt 71 von 100 Punkten und – dank gutem Preis-/Leistungsverhältnis – obendrein das Prädikat „Preistipp“.

Alle Kandidaten machen eine gute Figur und zählen zur „absoluten Spitzenklasse“. Mit der besten Ausstattung, einer besonders hochwertigen Verarbeitung und sauberem Klangbild reicht es für das Kenwood zum Testsieg, dicht gefolgt vom Preistipp in Form des JVC KD-R901.

Autor: Jens