Autoradios: Bester Klang bei Pioneer

top-test-6-autoradiosMittlerweile bieten auch die führenden Hersteller Autoradios unter 100 Euro an. Die Zeitschrift „CAR & HIFI“ hat sechs dieser preiswerten Geräte – drei davon mit USB-Schnittstelle – auf Klang, Labor und Praxis getestet. Geht es um die Akustik, dann lässt das Modell von Pioneer die Konkurrenz klar hinter sich.

Das Pioneer DEH-2100UB bekommt man bei amazon zur Zeit für knapp 90 Euro. Trotzdem darf man sich auf ein „sehr schickes“ Autoradio mit weißer Display- und roter Tastenbeleuchtung freuen. Wahlweise gibt es das Gerät in einer grün beleuchteten Version (DEH-2120UB), die ansonsten identisch ist. An der augeräumten Vorderseite warten eine Klinkenbuchse und die USB-Schnittstelle auf passende Zuspieler. Moniert werden die etwas zu klein geratenen Bedienelemente rund um den praktischen Drehregler, ansonsten geht die Bedienung problemlos von der Hand. Mit an Bord sind außerdem ein Vorverstärkerausgang und verschiedene Sound-Funktionen, wobei sich Pioneers ASR-Technologie, mit der man den Klang von MP3-Dateien verbessert, besonderes Lob verdient. Das Gerät spielt aber nicht nur komprimierte Dateien der Formate MP3 und WMA, sondern sogar unkomprimierte WAV-Titel. Der Klang ist kräftig, natürlich und gefällt mit feinen Details. Als praktisch erwies sich im Test die „List“-Taste, mit der man alle Titel, die auf einem Datenträger gespeichert sind, bequem durchsuchen kann. Die Redaktion bilanziert: „Ein Top-Gerät zum echten Schnäppchenpreis“.

Das Scott Audio SRX 210 für 90 Euro besitzt ebenfalls einen USB-Anschluss, unterstützt werden Speichersticks bis zu zwei Gigabyte. Auf einen Klinkeneingang zum Anschluss von Playern ohne USB muss man ebenfalls nicht verzichten. Das CD-Laufwerk befindet sich hinter der Front, außerdem wartet hier ein SD/MMC-Leser auf bis zu ein Gigabyte große Karten. Pluspunkte sammelt Scott mit beiden Vorverstärkerausgängen, über die sich mittels Cinch-Kabel bis zu zwei externe Endstufen anschließen lassen. Das Musikarchiv kann mittels Druck auf die AMS-Taste entweder auf Dateinummer, Verzeichnis- und Dateiname, Hauptverzeichnis oder laufendes Verzeichnis durchsucht werden, die Bedienung wird als „unproblematisch“ beschrieben. In Sachen Audio-Tuning stehen ein Bass- und ein Höhenregler, Loudness-Taste, Balance, Fader und diverse Equalizer-Presets bereit. Der Klang ist ausgewogen, nur der Tuner produziert bisweilen Störgeräusche. Mit einer Gesamtnote von 1,9 – das Pioneer schafft 1,5 – reicht es in diesem Vergleich zum fünften Platz. Das dritte Gerät mit USB-Anschluss kommt übrigens von Renkforce und bringt es auf eine Note von 2,0.

Pioneer macht beim ordentlich verarbeiteten und sauber klingenden DEH-2100UB alles richtig. Scott und Renkforce punkten dank USB und SD-Kartenslot ebenfalls bei der Ausstattung, man muss allerdings qualitative Abstriche machen. Als Preistipp empfiehlt sich das Kenwood KDC-W3040R ohne USB-Schnittstelle.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens