Autoradios: Bei Ausstattung und Verarbeitung hat Kenwood die Nase vor

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top-test-4-autoradios2Bei der Wahl eines Autoradios sind neben den technischen und den akustischen auch die optischen Aspekte entscheidend. Die Zeitschrift „auto hifi“ hat vier besonders schicke Geräte der 200-Euro-Klasse auf den Prüfstand geholt. So richtig überzeugend fand man die Kandidaten von Pioneer und von Kenwood, wobei sich das teurere Kenwood letztlich den Testsieg sichert.

Obwohl es sich beim Kenwood KDC-W7544U um das zweitgrößte Radio im Portfolio des Herstellers handelt, geht das Gerät zur Zeit für günstige 200 Euro über die Ladentheke. Der Kunde darf sich auf eine „todschicke“ Headunit im Klavierlack-Finish freuen, deren „vorbildlich“ lesbares Display auf Wunsch die Farbe wechselt. Die gelungene Optik findet ihr Pendant in der Technik: Mit an Bord sind ein volldigitaler iPod-/iPhone-Anschluss, eine rückseitig verbaute USB-Schnittstelle sowie ein ebenfalls an der Rückseite gelegener Klinken-Eingang. Außerdem wurden ein DSP inklusive Laufzeitkorrektur, Aktivweichen, drei Vorverstärkerausgänge, ein Phase-Shift für den Subwoofer und ein parametrischer 3-Band-Equalizer integriert. Offensichtlich hat sich der technische Aufwand gelohnt: Die Redaktion spricht von einem „herrlich frischen und präzisen“ Klang im CD-Modus, wobei sich über das Laufwerk neben normalen Audio- auch MP3-, AAC- und WMA-CDs wiedergeben lassen. Auch der Klang des Radioteils überzeugt die Tester. Mit 72 von 100 Punkten (absolute Spitzenklasse) reicht es für das KDC-W7544U schlussendlich zum Testsieg.

Das Pioneer DEH-P4100SD bringt es zwar „nur“ auf 66 Zähler (Spitzenklasse), ist dafür allerdings knapp 60 Euro günstiger als der Testsieger. Auch mit diesem Gerät kann man MP3-, AAC- und WMA-CDs abspielen, obendrein wird das unkomprimierte WAV-Format unterstützt. Die USB-Schnittstelle sitzt gut erreichbar an der Vorderseite, hier finden USB-Stick, iPod oder iPhone Anschluss zum Gerät. Außerdem wurde hinter der abnehmbaren Front ein Kartenleser verbaut, der sich mit SD und SDHC-Karten (bis zu 16 Gigabyte) versteht. Für alle anderen Abspielgeräte steht ein Aux-Eingang bereit. Bei der Bedienung liegen Pioneer und Kenwood auf Augenhöhe: Auch wenn das LCD-Display nicht ganz so groß geraten ist, lässt sich die Anzeige des DEH-P4100SD ausgezeichnet ablesen. Lob gibt es zudem für den „griffigen“ Drehregler. Bei den Klang-Features setzt Pioneer ebenfalls auf einen parametrischen 3-Band-Equalizer, außerdem wurden einfache Hoch- und Tiefpassfilter sowie ein Vorverstärkerausgang integriert. Das Gerät besticht mit „gutem Hochton“ und „knackigen Bässen“, auch das Radioteil liefert solide Ergebnisse.

Formatfreudig sind beide Modelle. In Sachen Ausstattung und Verarbeitung hat das teurere Kenwood die Nase vorn. Geht es um Klang und Bedienung, dann muss sich das Gerät von Pioneer dennoch nicht vorm Testsieger verstecken.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens