Rucksäcke: Optimale Partner für die Tagestour

Allroundrucksäcke im TestSie sind auf Wanderungen und im Alltag fast universell einsetzbar, mit unter 100 Euro günstig in der Anschaffung und gerade richtig dimensioniert - doch welcher Allroundrucksack empfiehlt sich besonders? Die Zeitschrift „Alpin“ testete 14 Modelle und fand doch nicht den perfekten Allround-Rucksack unter ihnen. Beinahe optimal waren jedoch die beiden Rucksäcke Lowe Alpine und Deuter ACT Trail 24, die deswegen mit der Empfehlung „Alpintipp“ ausgezeichnet wurden.

23 Liter Fassungsvermögen und ein Eigengewicht von gerade einmal knapp über ein Kilogramm sind zwei sehr gute Gründe für einen Allroundrucksack wie den Lowe Alpine, der erste „Alpintipp“. Beim Wandern oder im Alltagseinsatz klebt der Rucksack außerdem kaum am Rücken und kann leicht bepackt werden. Etwas schwerer ist dagegen der Deuter ACT Trail 24. Doch aufgrund seiner üppigen Ausstattung und seiner vielfältigen Verwendungsmöglichkeit bei (alpinen) Tagestouren erhielt er trotzdem noch die Auszeichnung „Alpintipp“. Reine Alpinisten hingegen, die Halterungen für Pickel und Skis benötigen, fahren mit dem Millet Pro Light 27 und dem Vaude Tour 30 besser. Beim Modell von Vaude lässt sich sogar die Vorbiegung individuell einstellen und dadurch ein optimaler Abstand zwischen Rücken und Rucksack für eine bessere Belüftung und mehr Bewegungsfreiheit erzielen. „Interessant“ fanden die Testern schließlich noch den leichten Camp Omnicron 25, den soliden Haglöfs Tight Evo L, den optisch zwar etwas unscheinbaren, aber trotzdem guten Allrounder Tatonka Andro 25 sowie den absolut wasserdichten Ortlieb Track 27.

Die Modelle von Tatonka und Ortlieb können ebenfalls durch eine Veränderung der Vorbiegung variabel eingestellt werden. Diese neue Technik soll die alte Grundsatzfrage zwischen Rucksäcken mit Netzteil (Abstand zum Rücken für eine bessere Belüftung, dafür weniger Packvolumen) und mit direktem Rückenkontakt (Vorteil: schwere Lasten sind besser transportierbar, dafür schlechtere Belüftung) überflüssig machen. Sie bewährt sich in der Praxis, wenn man die richtige Einstellung findet. Die Frontlader-Rucksäcke schließlich zeigten im Test noch einen ärgerlichen Nachteil: Ist der Rucksack voll bepackt, öffnet sich gern der Zipper – sofern er mittig geschlossen ist – leider ganz von alleine und das Gepäck purzelt heraus. Dies kann bei einem Toplader nicht passieren.

Fazit: von „Alpin“: Den endgültigen Allroundrucksack für wirklich alle Fälle gibt es immer noch nicht zu kaufen. Dafür Modelle, die sehr vielseitig einsetzbar sind und deshalb den „Alpintipp“ bekamen.

Die Testergebnisse können Sie im Überblick hier einsehen.

Autor: Wolfgang