Smart: Bei der prominenten Hot & Cold One von Sigg lässt sich der Verschluss einhändig bedienen. Erhältlich ist das Modell auch mit Trinkbecher. (Bild: amazon.de)

Geht es um die Isolierleistung, schlagen sich fast alle Thermosflaschen in den Tests ordentlich. Die schwächeren halten den Inhalt immerhin ein paar Stunden auf Temperatur, die besten schaffen das einen ganzen Tag. Übrigens: Thermosflaschen eignen sich auch hervorragend, um Drinks im Sommer kühl zu halten – besonders gut kann das zum Beispiel Klean Kanteen im Test.
Möglichst dick müssen die Flaschenwände übrigens nicht sein, um eine gute Isolierleistung zu erzielen. Auch das Material ist nebensächlich. Denn Thermosflaschen nutzen das Doppelwandprinzip, isoliert wird über ein Vakuum zwischen der äußeren und der inneren Gefäßwand. Beim Handling driften die Thermosflaschen im Punkteranking auseinander. Mal ist es der Trinkbecher, der mangels Außenisolierung zu heiß würde, mal eine zu klein geratene Trinköffnung oder ein hakeliger Verschluss – Marotten, wie sie immer wieder in den Testfazits auftauchen. Auch halten nicht alle wirklich dicht.

An smarten Details wird inzwischen nicht gespart: Die Hot & Cold von Sigg buhlt mit Einhandverschluss, Griff sowie integriertem Teefilter um die Käufergunst. Leider leistet sich auch dieses Modell einen kleinen Schnitzer: Wer eine große Nase hat, hat das Nachsehen, denn bei diesem Patent geraten Nase und Verschluss aneinander. Dafür gibt es die Thermosflasche auch mit Trinkbecher. Das Auge trinkt mit: Vintage-Fans werden zum Beispiel bei Klean Kanteen fündig – eine Thermosflasche mit originellem Bügelverschluss im Stil der guten alten Milchkanne.
Öko-Test prüfte vor einigen Jahren Thermosflaschen im Labor. Erfreuliches Ergebnis: Nur bei einer von 12 getesteten Thermosflaschen ließ sich ein erhöhter Wert an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen feststellen. Viele der schadstofffreien Thermosflaschen sind heute noch verfügbar, zum Beispiel die Alfi isoTherm Perfect oder Emsa Mobility. Häufiger sind Abwertungen beim Geschmackstest zu verzeichnen, doch auch das haben die meisten Hersteller heute im Griff.