Vorteile:

  • brennen auch in großer Höhe und bei niedrigen Temperaturen zuverlässig
  • Brennstoff ist weltweit fast überall erhältlich
  • Benzin ist sehr sparsam im Verbrauch

Nachteile:

  • komplexe Handhabung
  • hoher Reinigungs- und Pflegeaufwand

Worauf achten Testmagazine bei der Bewertung von Benzinkochern am meisten?

Auf mehrtägigen Wandertouren, beim Trekking oder Camping sind Benzinkocher oder deren Variante, die Mehrstoffkocher, unerlässlich und ein entscheidender Teil der Ausrüstung. Funktionalität und Handhabung der Kocher stehen daher für die Experten genauso im Fokus wie das Gewicht, die Leistung und das enthaltene Zubehör.
Ist ein Kocher leicht, hat aber trotzdem einen stabilen Stand und lässt sich zudem zuverlässig und komfortabel bedienen, schneidet er in der Regel bei den professionellen Testern sehr gut ab. In Hinsicht auf Komfort und Flexibilität punkten vor allem die sogenannten Mehrstoffkocher oder auch Multifuel-Kocher. Sie haben den Vorteil, dass man sie neben Benzin auch mit Spiritus, Kerosin, Diesel oder gar Petroleum befeuern kann. Manche Modelle verfügen zusätzlich über einen Adapter und können dann auch mit Gaskartuschen betrieben werden, zum Beispiel drei der fünf miteinander verglichenen Allesbrenner aus einem Test der Zeitschrift Alpin.
Positiv bewerten die Tester darüber hinaus einen sparsamen Verbrauch und eine, für Benzinkocher nicht selbstverständliche, fein dosierbare Hitzeregulierung. Im Lieferumfang sollten für Bestnoten ein Werkzeugset zur Reinigung und Wartung des Kochers, eine Brennstoff-Flasche sowie ein Windschutz und ein Packbeutel enthalten sein.

Was sind die Vorteile eines Benzinkochers?

Benziner können vor allem mit ihrer Funktionssicherheit bei Tiefsttemperaturen und in großer Höhe überzeugen und sind daher ideal geeignet für Alpin- und Wintertouren. Während Gas unter diesen widrigen Bedingungen nicht mehr ohne weiteres verdampft und der Kocher keinen Druck mehr aufbaut, brennen Benzinkocher noch einwandfrei. Sie gelten als die zuverlässigsten Kocher für jede Art von Outdoor-Abenteuer und können zudem mit nahezu allen Benzinsorten betrieben werden. Ein preiswerter Brennstoff, den man selbst in den entlegensten Gebieten der Welt bekommt. Gleichzeitig ist man nicht auf spezielle Kartuschen angewiesen. Darüber hinaus ist Benzin sehr sparsam im Verbrauch, durch seinen hohen Heizwert sehr effizient und man kann viel Brennstoff bei geringem Gewicht und geringem Volumen transportieren.

Worauf muss ich beim Kochen mit Benzin achten?

Die Inbetriebnahme eines Benzinkochers ist etwas komplizierter als man es von einem Gaskocher kennt und erfordert ein wenig Übung und Geschick. Da Benzin im Gegensatz zu Flüssiggas nicht von selbst verdampft, muss es vorgeheizt werden, um dann als Gas-Luft-Gemisch entzündet werden zu können. Gerade während des Vorheizens gilt es, vorsichtig und bedacht zu agieren, da es sonst zu Stichflammen und Verbrennungen kommen kann. Daher ist es ratsam, sich vor der ersten Nutzung mit den Bedienungs- und Sicherheitshinweisen des jeweiligen Benzinkochers vertraut zu machen, um Unfälle zu vermeiden.
Am besten zum Kochen eignet sich reines Benzin oder Waschbenzin, das sauber und mit minimaler Ruß- und Geruchsentwicklung verbrennt. Normales Autobenzin kann zwar ebenfalls verwendet werden, es enthält aber oft Zusatzstoffe, die beim Verbrennen im Kocher zu starker Rußbildung führen. Unabhängig vom verwendeten Brennstoff sollten jedoch regelmäßig Düsen und Benzinkanäle des Kochers gereinigt werden, um seine einwandfreie Funktion zu garantieren.

von Patrick Wilke