weitwinkelkonverter-im-testWer einen Camcorder besitzt, dem fehlt oft ein echter Weitwinkel. Wer das Objektiv nicht wechseln kann oder will, der kann sich allerdings einen Weitwinkelkonverter anschaffen. Mit diesen Vorsätzen können Aufnahmen gemacht werden, die keine Standardoptik bieten kann. Die Redakteure der Zeitschrift ''Videoaktiv Digital'' haben sechs Konverter für Camcorder der Konsumer-Klasse getestet. Den Testsieg nahm der Sony VCL-HG0737C mit nach Hause, der an verschiedenen Camcordern sehr gute Leistungen zeigte. Die Konverter von Canon und Panasonic ''mögen'' hingegen ihre eigenen Kameras am liebsten und zeigten an fremden schlechtere Ergebnisse.

Der Sony VCL-HG0737C kostet etwa 200 Euro und produzierte Bilder mit einem sehr guten Kontrast. Zudem bildete er nur wenig Reflexe ab. Generell produzierte er nur geringfügig Abbildungsfehler, doch setzte er die Schärfe der Bilder ein wenig herab. Ebenfalls aus dem Hause Sony stammt eine sehr preisgünstige Variante: Der Sony VCL-HG07A kostet etwa 100 Euro, machte im Vergleich jedoch die schlechteste Figur von allen Konvertern. Er verfälschte die Farben etwas, bildete dafür jedoch sehr kontrastreich ab. Auch die Bildränder zeigten eine gute Qualität. Allerdings kann mit dem HG07A überhaupt nicht gezoomt werden – er stellte beim Zoomen unscharf.

Der Weitwinkelkonverter von Panasonic, der VW-W3707H, vignettierte recht stark, er verschattete also den Bildrand. Dies tat er sogar, wenn er an einem Camcorder von Panasonic selbst verwendet wurde. Das Bild, das mit ihm erzeugt wurde, zeigte dafür eine gute Schärfe. Nur die Kontraste fielen etwas flau aus.

Der Canon WD-H37 II begrenzt zwar die Schärfe, verzeichnete dafür am wenigsten von allen Testkandidaten. Die besten Leistungen zeigte er am Camcorder von Canon. Die Bildränder wirkten ''leicht verwaschen'' und die Brillanz der Testaufnahmen war nicht allzu hoch. Zudem ist dieser Weitwinkelkonverter recht schwer, wodurch die Kamera zu ''kopflastig'' wird.

Den größten Bildwinkel von allen bot übrigens der Raynox HD 5050 Pro, der zudem mit einer guten Schärfeleistung punktete. Dafür zeigten sich in seinen Testaufnahmen aber auch recht auffällige Verzeichnungen und Abbildungsfehler, wie Farbsäume (chromatische Aberration). Der Kontrast der Bilder war hingegen gut.

von Anne Klingbeil