Objektive: Vorsatzlinsen und Konverter

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Konverter von Canon

Mit einer Vorsatzlinse beziehungsweise einem Konverter kann die Brennweite eines Objektives beliebig verändert werden, um kreative Effekte zu erzielen oder die Optik besser an die jeweilige Aufnahmesituation anzupassen. Hobbyfilmer, die nicht viel Geld in eine professionelle Videokamera mit Wechseloptik investieren können oder nur über einen Camcorder mit einer geringen Brennweitenspanne verfügen, können ihre Möglichkeiten mit einer Weitwinkel-, einer Tele- sowie einer Effekt-Vorsatzlinse oder einem Fisheye-Konverter erweitern.

Weitwinkelkonverter

Vorsatzlinsen und Konverter zur Veränderung des Bildwinkels

Die meisten Consumer-Camcorder decken zwar einen großen Zoombereich ab, manche von ihnen haben jedoch eine Anfangsbrennweite von etwa eine kleinbildäqivalente Anfangs-Brennweite von 35 bis 50 Millimetern. Für Benutzer, die oft in engen Innenräumen filmen oder große Personengruppen aufnehmen, lohnt es sich deswegen, einen Weitwinkel-Konverter zuzulegen. Derartige Vorsatzlinsen verkürzen die Brennweite des Objektivs und vergrößern damit den Bildwinkel, wodurch der Kameramann mehr vom Motiv auf das Bild bringen kann. Besonders empfehlenswert sind dabei Vorsatzlinsen mit Veränderungsfaktoren von 0,7 oder 0,5, wobei letzterer den Blickwinkel stärker vergrößert. Wer wiederum zu kreativen Experimenten mit der Abbildungsperspektive neigt, könnte außerdem zu einem Ultraweitwinkel-Konverter mit einem Veränderungsfaktor von 0,3 oder sogar 0,15 greifen, der gewölbte Fischauge-Aufnahmen ermöglicht. Genauso ist es aber auch möglich mit Vorsatzlinsen den Bildwinkel zu verkleinern. Hierfür nutzt man sogenannte Telekonverter. Im Unterschied zu Weitwinkelkonvertern verlängern Telekonverter die Brennweite des jeweiligen Camcorder-Objektivs und erlauben es somit, einen größeren Zoombereich abzudecken. Daher empfehlen sie sich in erster Linie für Benutzer, die gerne im Outdoor-Bereich arbeiten beziehungsweise weit entfernte Motive aufnehmen.Der Nachteil von Telekonvertern liegt darin, dass sie alle Abbildungsfehler mitvergrößern, die bereits von den Grundobjektiven produziert werden. Darüber hinaus können sogenannte Zentrierfehler entstehen, wenn die optischen Achsen des Camcorder-Objektivs und des Konverters nicht haargenau zusammenfallen. Deswegen sollten Besitzer von günstigen Consumer-Camcordern mit einer qualitativ durchschnittlichen Optik lieber auf Telekonverter mit einem hohen Veränderungsfaktor verzichten.

Kompatibiliät beachten

Makrokonverter

Egal, ob man Weitwinkel-, Tele-, Makro- oder Effekt-Konverter benutzt, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Vorsatzlinse eines Drittherstellers mit dem Camcorder-System des jeweiligen Camcorder-Produzenten kompatibel ist. Ansonsten können ärgerliche Verzeichnungen und Farbsäume die Folge sein. Die Gewindedurchmesser des Konverters und des Objektivs müssen ebenfalls übereinstimmen, da nicht jede Vorsatzlinse an jeden Camcorder angebracht werden kann. Das gleiche gilt auch für Farbkorrektur-Filter. Der Gewindedurchmesser ist gewöhnlich seitlich am Objektiv, auf der Objektiv-Klappe und in der Bedienungsanleitung des Camcorders aufgedruckt. Oft produzieren Weitwinkel-Konverter leichte Unschärfen am Bildrand (Vignettierung) und stehen dem eingebauten Blitz im Wege, wodurch Schatten auf dem Bild entstehen. Zudem sorgen sie für einen Verlust an Lichtstärke und beeinflussen die Bildqualität bei Low-Light-Aufnahmen negativ. Deswegen sollte man zu derartigen Aufsatzlinsen nur dann greifen, wenn es sich in der Aufnahmesituation nicht vermeiden lässt. Besitzer hochauflösender Camcorder wiederum sollten darauf achten, dass die Vorsatzlinse für HD-Videos geeignet ist. Ansonsten kann sie chromatische Aberrationen und andere Farbfehler im Bild produzieren. Hochwertige Konverter verfügen hingegen über eine mehrfach vergütete Glasoberfläche, die Lichtreflexionen eliminiert und somit Geisterbilder verhindert. Von Vorteil ist außerdem, wenn bei der Vorsatzlinse ein Filtergewinde vorhanden ist.

Autor: Marie M.