Toptest VideoschnittDie Zeitschrift videofilmen nimmt fünf Schnittprogramme für digitale Videos unter die Lupe und benotet drei von ihnen mit ''sehr gut''; zwei erhalten die Note ''gut''. Trotz dieser Top-Bewertungen, gibt es ein besonderes Problem, das einige Schnittprogramme kaum oder gar nicht meistern können: die Bearbeitung des hochauflösenden Formats AVCHD.

Mit Adobe Premiere Elements 4 geht der Videoschnitt flüssig von der Hand, dafür unterstützt es das Format AVCHD überhaupt nicht. Magic Video deluxe 2008 ist zwar ein bedienerfreundliches Programm, kann aber HD-Videos und insbesondere AVCHD nur sehr langsam bearbeiten. Im Gegensatz dazu ist Pinnacle Studio Plus 11 in der Lage, dieses Format sehr gut und schnell zu schneiden, dafür stellt es aber erhöhte Anforderungen an die Grafikkarte. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind mit Pinnacle im Vergleich eher gering. Sony Vegas Movie Studio Platinum 8.0 kann HDV und AVCHD in Profiqualität bearbeiten, verfügt aber absurderweise nicht über die Möglichkeit, die Videodaten auf DVD oder Blu-ray zu speichern. Das Ulead Video Studio 11.5 Plus wiederum lässt keine Funktion vermissen, ist aber in der Bearbeitung recht langsam.

Natürlich sind die Anforderungen, die ein Format an Schnittsoftware stellt nicht die einzigen Eigenschaften, die den Cutter interessieren. Aber die Probleme mit AVCHD sind doch sehr ärgerlich – oder was meinen Sie?

von Anne Klingbeil