leuchten-im-testDie Redakteure der Zeitschrift ''Videoaktiv Digital'' haben LED-Leuchten getestet, die in die Einsteiger-, Mittel- und Profiklasse gehören. Schließlich sind die LEDs die aussichtsreichsten Nachfolger der stromfressenden Halogenleuchten. Insgesamt haben sich die Leuchten eindeutig verbessert: Sie werfen keine lästigen Mehrfachschatten mehr und zeigen eine gute Lichtstärke. Allerdings weisen sie auch immer noch Schwächen auf. Ihre Lichttemperatur weicht bei fast allen Testkandidaten ab und stört daher den Weißabgleich der Camcorder. Eine noch relativ exakte Lichttemperatur bot die Profileuchte Sachtler Reporter 8LEDimD.

Die Sachtler Reporter 8LEDimD erhielt die Auszeichnung ''Kauftipp'' von den Testredakteuren, da sie qualitativ hochwertig ist und mit einem Preis von etwa 365 Euro das günstigste Modell unter den Profileuchten. Die 8LEDimD konnte einen beachtlich großen Lichtkegel von 180 Zentimetern ausleuchten. Außerdem war die Ausleuchtung des Kegels vergleichsweise linear und erst am Rand nahm die Leuchtkraft stärker ab. Die Lichttemperatur der Leuchte lag bei 6800 Kelvin und damit auf Tageslichtniveau. Den Testsieg im Profibereich konnte allerdings die Bebob Lux LED12 kassieren. Mit ihr kann das Licht stufenlos fokussiert werden. Die Helligkeit der Leuchte erwies sich als ''sehr ordentlich'', so der Testredakteur. Zudem leuchtete sie mit maximaler Stärke recht homogen aus – und das Ergebnis ließ sich mit der so genannten Flood-Funktion noch verbessern. Der Lichtkegel zeigte einen Durchmesser von 140 Zentimetern und die Lichttemperatur ging in Ordnung: Zumindest konnte der Camcorder diesen noch gut regeln.

In der Mittelklasse der LED-Leuchten zeigte die CityTek DigiPro 80 die beste Leistung. Sie hätte zwar ein wenig besser verarbeitet sein können, dafür erwies sich jedoch die maximale Helligkeit als gut. Der Lichtkegel fiel dabei besonders groß aus und maß 240 Zentimeter. Die Ausleuchtung war dabei ''fast perfekt'' linear. Leider ''lag'' die Lichttemperatur mit 8200 Kelvin ''daneben'', lautet die Einschätzung. Dennoch konnten die meisten Kameras den Weißabgleich noch korrekt vornehmen.

In der günstigsten Liga der LED-Leuchten holte sich die Reflecta RAVL 200 den Testsieg. Dennoch reiche sie allenfalls als Notbeleuchtung, so der Testredakteur. Und auch sie kostet immerhin um die 100 Euro. Mit der RAVL 200 kann die Lichtstärke auf 'hoch' oder 'niedrig' eingestellt werden – einen wirklichen Unterschied machte das aber offensichtlich kaum. Zudem erwies sich die Leuchte als nicht besonders hell, dafür verteilte sie das Licht weitestgehend linear.

von Anne Klingbeil