EC-, Geld- und Kreditkarten: Welche Jahresgebühr ist gerechtfertigt?

Die Jahresgebühren von Kreditkarten unterscheiden sich gravierend. Während einige Banken ihren Kunden eine gebührenfreie Karte zur Verfügung stellen, verlangen andere bis zu mehreren hundert Euro im Jahr. Bargeldlos zahlen können Karteninhaber jedoch mit jeder Karte. Was also macht den Unterschied bei den Gebühren aus? Und vor allem: welche Gebühr ist vertretbar?
Fast jeder Deutsche führt mindestens eine Kreditkarte mit sich. Die Spanne bei der Jahresgebühr der Karten ist groß und reicht von Visa und Mastercard zum „Nulltarif“ bis hin zu hochpreisigen Karten, die mit mehr als 200 Euro im Jahr zu Buche schlagen. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten Verbraucher genau prüfen, ob hohe Gebühren durch einen entsprechenden Leistungsumfang gerechtfertigt sind. Die Möglichkeit des weltweiten bargeldlosen Zahlens allein jedenfalls erfordert keine (horrenden) Kosten.

Eine hohe Kartengebühr ist deshalb eigentlich nur durch einen zusätzlichen Nutzen gerechtfertigt, der über die Grundfunktionalitäten der Karte als Zahlungsmittel hinausgeht. Es kann sich dabei um Versicherungen, Bonusprogramme oder auch Guthabenverzinsungen handeln. Wichtig ist, dass der geldwerte Vorteil der Zusatzleistungen in einem adäquaten Verhältnis zur Jahresgebühr steht – wobei das persönliche Nutzungsverhalten selbstredend berücksichtigt werden muss.

Der zusätzliche Nutzen kann auch ein "Prestige"-Nutzen sein. Einige Karten von American Express beispielsweise werden unter der Prämisse der Exklusivität vermarktet. Sofern der Prestige-Nutzen subjektiv wahrgenommen wird, kann er unter Umständen die höhere Gebühr rechtfertigen.

Autor: JL