Im Leistungsumfang vieler Kreditkarten ist eine Verkehrsmittelunfallversicherung enthalten. Sie zahlt eine Kapitalabfindung, wenn während einer Reise mit Flugzeug oder Bahn ein Unglück passiert. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist allerdings meistens, dass die Reise auch mit der Kreditkarte bezahlt wird.

Verkehrsmittelunfallversicherungen erscheinen auf den ersten Blick sinnvoll: Im Fall eines Unglücks und daraus resultierender Invalidität beim Transport erhält der Versicherte eine Kapitalabfindung. Der Versicherungsschutz gilt dabei für alle mit der Karte bezahlten Reisen, egal ob sie mit dem Flugzeug, dem Bus oder der Bahn bestritten werden.

Der Nutzen der Versicherung darf jedoch bezweifelt werden. Wer eine private Unfallversicherung besitzt, ist ohnehin in der Regel gegen Unfälle jeglicher Art (bzw. deren Folgen finanziell) abgesichert. Es spielt dabei meist keine Rolle, wo und wann sich ein Unglück ereignet und ob dabei mit der Kreditkarte gezahlt wurde. Wer keine private Unfallversicherung besitzt, kann diesen Mangel durch den punktuell bestehenden Versicherungsschutz der Kreditkarte kaum ausgleichen.

Sinnvoll erscheint allenfalls eine Police, die auch für Fahrten über die Mitfahrzentrale gilt. Gerade Studenten, die für einen vollwertigen Versicherungsschutz meist kein Geld übrig haben, können für die Fahrt mit Fremden so für kleines Geld zusätzliche Sicherheit erwerben.

Autor: JL