EC-, Geld- und Kreditkarten: Kostenfalle Barverfügung

Bargeldabhebungen mit der Kreditkarte kommen viele Verbraucher teuer zu stehen: 5 bis 15 Euro Spesen für eine einzige Verfügung sind keine Seltenheit. Die meisten Banken verlangen drei bis vier Prozent der abgehobenen Summe, mindestens aber fünf bis sechs Euro. Wird das Geld in einer fremden Währung abgehoben, kommen sogar häufig noch zusätzliche Verluste durch eine ungünstige Berechnung des Wechselkurses hinzu.
Oft merken Verbraucher erst nach einer Urlaubsreise, wie teuer Barverfügungen am Automaten mit der Kreditkarte eigentlich in der Regel sind. Die Banken langen meist kräftig zu, so dass binnen zwei Wochen Auslandsaufenthalt zum Beispiel schnell 100 Euro Spesen angefallen sind. Umsätze, die durch Barverfügungen entstehen, werden von vielen Banken zudem anders behandelt als Einkaufsumsätze. Die Abhebungen zählen nicht als Einkauf und bringen deshalb keine Bonuspunkte, Flugmeilen oder ähnliche Vergünstigungen. Dazu werden die Barverfügungen bei vielen Banken bereits vom Tag der Abhebung an verzinst, und dies meistens zu einem höheren Zinssatz als bei einem durchschnittlichen Dispokredit.

Wie so oft bei Bankprodukten können Verbraucher jedoch selbst Abhilfe schaffen, indem sie zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Es gibt genügend (Direkt-)Banken, die keine Gebühren für Barabhebungen in Rechnung stellen. Tipp: Wer seiner Hausbank nicht den Rücken kehren möchte, kann sich eine solche Karte auch als Zweitkarte speziell für Auslandsreisen zulegen.

Autor: JL