EC-, Geld- und Kreditkarten: Karten mit Girokontofunktion

Kreditkarten mit Girokontofunktion ermöglichen neben bargeldlosem Zahlen und Barverfügungen am Automaten auch die Teilnahme am Überweisungsverkehr. Sie bieten somit eine Komplettlösung für den privaten Zahlungsverkehr. Aber aufgepasst: Der Markt für diese Produkte ist noch relativ jung.  Kosten und Leistungen unterscheiden sich gravierend.

Kreditkarten mit Girokontofunktion sind nichts anderes als ein Girokonto mit einer Kreditkarte in anderem Gewand. Die  auf dem Markt befindlichen Angebote (Stand Oktober 2009) verstehen sich als Kontolösung auf Guthabenbasis, die auch ohne die ansonsten üblichen Bonitätsprüfungen für praktisch jedermann erhältlich sind.

Überweisungen können vom  Konto der Kreditkarte mit Girokontofunktion aus nur dann erfolgen, wenn ausreichend Guthaben vorhanden ist. Gleiches gilt für Zahlungen und Barabhebungen mit der Prepaid-Kreditkarte. Die Konten sind für ausgehende Lastschriften  oft gesperrt. Darüber hinaus ist das maximale Kontoguthaben auf einige tausend Euro beschränkt. Der Zugang zum Konto erfolgt über Online-Banking-Plattformen.

Die Kosten für Kreditkarten, die mit einer Girokontofunktion ausgestattet sind, fallen im Vergleich zu Direktbank-Konten recht hoch aus. Die Grundgebühr beträgt zwischen 50 und 120 Euro im Jahr, für Überweisungen und Barverfügungen werden weitere Gebühren fällig. Die Angebote lohnen sich deshalb insbesondere für Verbraucher, denen die Eröffnung eines Girokontos auf herkömmlichem Wege aufgrund mangelnder Bonität Schwierigkeiten bereitet.

Autor: JL