EC-, Geld- und Kreditkarten: Gold glänzt nicht immer

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Goldenen Kreditkarten wird noch immer ein besonders großzügiger Leistungsumfang nachgesagt. Das trifft jedoch nur bedingt zu: Bei den Kreditkarten von MasterCard und Visa, die den Großteil der Karten auf dem deutschen Markt abdecken, sagt die Bezeichnung „Gold“ nichts aus.

Visa und MasterCard vertreiben ihre Kreditkarten nicht selbst, sondern überlassen dies der kontoführenden Bank. Diese legt auch die Konditionen in Eigenregie fest. Eine goldene Kreditkarte kann bei einer Bank eine einfache Karte mit mehr oder weniger gar keinen Zusatzleistungen sein und bei einer anderen Bank eine gehobene Karte mit üppigen Zusatzleistungen und Vergünstigungen.

Auch die Höhe des Kreditlimits richtet sich bei Visa und MasterCard nicht nach der Farbe der Kreditkarte. Bei Debitkarten ergibt sich das Kartenlimit aus dem Verfügungsrahmen des angeschlossenen Girokontos und bei Charge-Card und Revolving-Kreditkarten wird es von der kontoführenden Bank festgelegt.

Bei der Suche nach einer geeigneten Kreditkarte sollten Verbraucher deshalb ausschließlich das Preis-Leistungsverhältnis mit ihrem persönlichen Nutzungsverhalten abgleichen und sich nicht von vermeintlichen Prädikaten wie „Gold“ oder „Silber“ ablenken lassen.

Autor: JL