EC-, Geld- und Kreditkarten: Gebühren für Prepaid-Kreditkarten oft sehr hoch

Die Gebühren für Prepaid-Kreditkarten sind oft deutlich höher als die für gewöhnliche Karten. Dabei verlangen Banken für die Karten auf Guthabenbasis nicht nur eine deutlich üppigere Jahresgebühr, sondern stellen darüber hinaus auch höhere nutzungsabhängige Entgelte in Rechnung.

Prepaid-Kreditkarten haben in den letzten Jahren einen regelrechten Siegeszug vollzogen und finden sich in immer mehr bundesdeutschen Brieftaschen. Sie werden nicht mit einem Kreditrahmen ausgestattet, sondern ermöglichen Zahlungen ausschließlich auf der Basis von zuvor auf das Kartenkonto geladenem Guthaben. Der Vorteil dieser Konstruktion: Prepaid-Kreditkarten sind ohne Bonitätsprüfung und Einkommensnachweis für praktisch jedermann erhältlich.

Während klassische Kreditkarten immer häufiger ohne Jahresgebühr zu haben sind, müssen Besitzer der Prepaid-Version je nach Anbieter zwischen 50 und 100 Euro berappen. Dazu kommen erhebliche Gebühren für Barabhebungen am Automaten, die mit jeweils ca. 5 Euro zu Buche schlagen. Der Grund für die vergleichsweise hohen Kosten ist in dem noch jungen Segment des Kreditkartenmarktes und der spezielleren Zielgruppe zu sehen.

Im Hinblick auf Zusatzleistungen zeigen sich die Anbieter von Prepaid-Kreditkarten zurückhaltend: Standardmäßig sind weder Versicherungs- noch Serviceleistungen enthalten und auch die Teilnahme an Bonus- und Rabattprogrammen ist regelmäßig nicht vorgesehen.

Autor: JL