EC-, Geld- und Kreditkarten: Ein Rabatt auf Reisebuchung ist kein Abschlussgrund

Immer mehr Kreditkarten bieten Rabatte auf Reisebuchungen. Das verlockende Angebot: 5 bis 10 Prozent Nachlass auf den regulären Reisepreis sollen die Kartengebühren schnell amortisieren. Derlei Angebote sollten Verbraucher jedoch keinesfalls als Kaufargument interpretieren und die Konditionen des Rabattprogramms und der Karte im Allgemeinen genauer unter die Lupe nehmen.

Allzu oft handelt es sich bei den vermeintlichen Reiserabatten um ein Vertriebsprogramm der Bank oder Kartengesellschaft in Kooperation mit einem Reiseveranstalter. Der Rabatt gilt dann nur für Reisen, die über eine bestimmte Vermittlung oder Agentur gebucht werden. Zudem wird der Nachlass oft nur für den regulären Listenpreis gewährt – der speziell für die Teilnehmer des Rabattprogrammes etwas höher ausfällt.

Wer mit der Kreditkarte beim Reisen tatsächlich sparen will, sollte nach Bonusprogrammen suchen, bei denen neutrale Punkte erworben werden, die wiederum gegen einen breiten Prämienkatalog mit attraktivem Reiseangebot getauscht werden können. Mit einigen dieser Programme lassen sich zumindest bei hohem Kartenumsatz Mehrwerte erzielen.

Fazit: Rabattangebote sind grundsätzlich nicht dazu geeignet, hohe Kartengebühren zu rechtfertigen. In den seltensten Fällen machen Verbraucher bei solchen Angeboten ein gutes Geschäft.

Autor: JL