Bankkonten: Was ist eine SEPA-Lastschrift?

Ab November 2009 können Banken ihren Kunden die Teilnahme am SEPA-Lastschriftverkehr ermöglichen. Künftig ist es dann möglich, in mehr als 30 europäischen Ländern (alle Länder des Euroraums plus die EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen sowie der Schweiz) per Lastschrift zu bezahlen.

Die SEPA-Lastschrift erfordert von allen Zahlungspflichtigen – also von jedem, der über das Verfahren Geld von seinem Konto abbuchen lassen möchte – eine Einwilligung per Unterschrift. Die Einzugsermächtigungen für das deutsche Lastschriftverfahren gelten nicht. In Zukunft könnten also entsprechende schriftliche Einwilligungen verlangt werden.

Außerdem können Kontoinhaber künftig binnen acht Wochen nach dem Tag der Abbuchung Widerspruch gegen die Lastschrift einlegen und sich das abgebuchte Geld sofort wieder auf ihr Konto zurückbuchen lassen. Der Zahlungsempfänger vereinbart bei der SEPA-Lastschrift ein exaktes Datum, an dem der Betrag abgebucht wird.

Anstelle der deutschen Kontodaten werden beim europäischen Lastschriftverfahren ebenso wie bei SEPA-Überweisungen IBAN und BIC verwendet. Die Betreffzeile der Lastschriftformulare ermöglicht eine Eingabe von 140 Zeichen.

Zunächst wollen die Banken die SEPA-Lastschrift nur vereinzelt anbieten. Erst im Laufe des Jahres 2010 ist mit einer flächendeckenden Einführung zu rechnen.

Autor: JL